Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Achtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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mau keine Myrten bekommen kann, und wo sie durch die Kaufleute nur trocken mit den Meer« oder Citronäpfeln hingebracht werden, muß man darauf sehen, daß man den Faden, womit alsdann die Myrtenzweige gemeiniglich gebunden zu seyn pflegen, herunternimmt, ehe sie an den Palmzweig angebunden werden. — Der §. 647. zeiget die Beschaffenheit des tVeydenbusches. Es soll dieser erstlich von solchen Weyden genommen werden, die an einem Bache stehen. Die Blätter sollen länglicht, schmal, und die Stengel roth seyn. Sind die Spitzen der Blätter eingeknickt, oder der Zweig ist schon ganz dürre, so daß die mehresten Blätter abgefallen sind, so ist er untauglich. Aum wenigsten muß ein solcher Weydenzweig drey tüchtige und gute Blätter haben. — Der §. 648, handelt weitläuftig von der Beschaffenheit des Eßrog, d. i. des Lipron-oder Merrapfels. Auch dieser muß frisch, und noch Feuchtigkeit darinnen seyn. Daher ist ein solcher, der vom vorigen Jahre aufgehoben worden, nicht tauglich. Er muß ferner seine ordentliche Citronfarbe hahen; ist er aber schwarz, oder grün, so taugt er nicht, 'dahingegen weiße Flecken nichts schaden. In der Größe soll er wenigstens wie ein Hünexey seyn. Nichtweniger wird darauf gesehen, daß der Stiel noch daran ist, denn wenn derselbe ausgerissen wäre, so daß davon eine Lücke in den Apfel übrig geblieben so kann er nicht zu dieser Absicht ge? braucht werden.