Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Drittes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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MWMWWW ds LA »X» LA - schlachtet. Ein jeder legt dabey erstlich seine Han» de auf seine Rappore; und dabey soll er sich in Gedanken, borstellen, daß dieses ein Opfer zu seiner Lappore oder Versöhnung seyn solle. Man rächet daher auch einem jeden sorgfältig an, bey den Schlachten seiner Lappore selbst gegenwärtig zu , seyn. -- Indem nun der, welcher den Hahn oder die Henne schlachten will, die Haut des Halses an sich ziehet, so soll er sich dabey vor-' stellen, daß er selbst verdienet hätte, also erwürget zu werden. — Wenn der Schnitt in den Hals geschiehst, soll er ferner denken, daß er auch dieß, nemlich die Enthauptung, verdienet habe. — Wenn der Schlächter den geschlachteten Hahn oder Henne aus der Hand wirft, soll er denken, er habe die Steinigung verdienet. (Denn diejenigen, die ehemals haben sollen gesteinigct werden, sind erstlich von einem hohen Ork Herabgestürzet worden, und hernach hat man erst Steine auf sie geworfen.) Zu der Zeit da der Hahn (oder die Henne) gesenget wird, soll er sich dabey Vorhalten, daß er der Verbrennung schuldig sey. *) Die geschlachteten Hüner sollten eigentlich denen Armen gegeben werden. Allein, weil es scheinen Diese vier Todesarten, welche auf Hebräisch 512-,-E P2N heißen, benennen sie überhaupt mit den Namen FlNd! PI Arba Mißoß Beß Din, d. i. die vier Todesarten des Gerichts; Denn auf andere Weise ist dein Gerichte nicht erlaubt gewesen, die Mifstthäter vom Leben zum Lode zu bringen.