Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Drittes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2577043-2577044-9903374--0942-2577583- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
LU OX» LU Z7 ^12^ tNinhag Scheuß, d. i. eine närrische Gewohnheit, genennet wird. Es bestehet aber derselbe darinnen. Ei» jeder unter denen Männern nimmt einen weißen Hahn, die Weiber aber eine weiße Henne, und beten dazu aus dem io?. Psalm, den io, und iz, bis 19. Vers. Alsdenn drehen sie den Hahn, oder die Henne dreymahl über dem Kopfe herum und sprechen jedesmahl dazu: Dieser Hahn (oder Henne) sey eine Verwechselung an meiner statt; dieser sey eine Aussöhnung für mich; dieser sey. meine Austauschung. Dieser Hahn (oder diese Henne) soll zum Tode gehen, ich aber werde zu einem guten, gesunden und. langen Leben, in Friede gebracht , werden. — In den Worten ^1».^ "N-idD d. i. meine Verwechselung meine Vertauschung und meine Versöhnung, finden die Kabbalisten, vermöge der Anfangsbuchstaben dieser Worte, welche das Wort -)?.n Lhätach, ausmachen, einen verborgenen Namen desjenigen Engels, welcher einem jeden Lebenden sein Lebensziel bestimmen soll. Eine schwangere Frau muß ausser derjenigen weißen Henne die sie für sich selbst sich anschasfet, auch noch zwo andere für ihr Kind haben. Und da sie nicht wißen kann, ob sie ein Knäblein oder Mägdlein trägst, so muß sie einen Hahn und eine Henne dazu haben. — Sobald das Drehen oder Umschlagen vorbey, so werden diese sogenannte Lapporeß, diese Hüner, sogleich ge- C 3 schlach-