Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zweytes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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«O LL Es f.m-en zwar die heutigen Juden dieses Fest noch-, - >- den Befehl Gottes,'den roten des W>-'.;att.s Tlschri, und glauben auch festiglich, da,' ule rechte Fcyer dieses Festes ihnen die Vergebung °der Sünde zuröegebringe. llnd ob sie gleich wohl wissen, daß ihnen bas nöthigste zu dieser Feyer gänzlich mangele, da sie weder Tempel, noch Hohepriester, noch Opfer haben; so glauben sie doch disfsn Mangel durch andere Dinge zu ersetzen. Sie, Halten nemlich, wie wir oben schon gehöret vom Neuen Jahre an bis zu dem Versöhnungslage, zehn Tage nach einander lauter Bußtage, beten, fasten sehr viel, und theilen reiche Allmosen ans. Dabey ist ihnen beföhle!? alle ihre -Handlungen auf das genaueste zu untersuchen, ihre Sünden sorgfältig zu erforschen und sich soviel möglich, völlig davon zu überzeugen, daß sie unrecht gekhan Haben.' Denn sie haben eine Regel, daß eine Sünde,-die zweifelhaft wäre, das ist, da einer zweifelt, ob es Sünde sey, oder nicht, noch web" Bube nöthsq habe, als eine ausgemachte, und cffen bah re Sünde. Ferner lehret der Tract. Dr-.rch Chujini, H. 6o6. daß der Versöhnungstag für solche Sünden, die einer an seinem Nächsten beg-"'gen, nicht anders Vergebung berscha sfe, , z als wenn ein Wcher vorher den Beleidigten es wieder aögebesen, und ihn völlig zufrieden gesteliet hakte.- - lind wenn er ihn auch nur mit Worten beleidigt hätte, heißt es, so sey er doch schuldig cs ihm