Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sir LS OXO LS de gewaschen, so hätke er auch gewiß sein Maul und Bart mit abgewaschen , und hatte also die Beutel behalten, und feine Frau wäre am 2eben geblieben. Hat man sich nun auf vorbeschriebene Art gewaschen, so soll man mcht lange zaudern, auch nichts reden, sondern sich vielmehr anschicken, den sltvn Bircbns ^ammosen, d. i. den Segen für die Sättigung, zu sprechen. Die Juden benennen dieses Gebet insgemein blos mit dem Ausdruck Benschen; Und sehen dabey sehr genau darauf, daß einer, wie sie zu reden pflegen, tNesummen (sviiv) benschen kann. Das will so viel sagen, er muß wenigstens in Gesellschaft dreyer erwachsener Mannspersonen, die Danksagung verrichten können. Man ziehet deswegen oft auch solche Personen mit dazu, die nur sehr wenig, wenn auch nur einer Olive groß, genossen, und nicht mit an dem Tische gespeiset hatten. Allein derjenige, so die Danksagung spricht, muß sich schlechterdings satt gegessen haben. — Wo ihrer dreye an einem Tische, jeder aber vor sich gespeiset, da muß der dritte« wenn die andern zwey die Danksagung sprechen wollen, sich mit ihnen verbinden, wenn er auch noch nicht satt ist« Im Gegentheil ist er auch schuldig, zu warten, wenn er sich eher als diese ge^ättiget, oder auch so gar schon die Danksagung vor sich gesprochen hatte. — Wenn drey an einem Tisch unterschiedene Speisten essen, als einer etwa Milchspeisen, und die.