Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 341 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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GXG Z4! ke, so sprach R. Meyer, daß auf solche Träume, die einem am Freytag zu Nacht träumeten, nicht zu achten sey. Gleichwohl aber gieng er von ihm, und setzte sich den ganzen Sabbath hindurch auf das Grab; und so bald derselbe vorüber war, grub er sein Geld wieder heraus, und nahm es zu sich. Am Sonntag früh forderten die andern beyden von dem Wirth ihre Beutel zurück, der Wirth aber leugnete, daß sie ihm etwas aufzuheben geigeben. Sie berathschlagten sich deswegen mit einander, und beschlossen, diesen Wirth mit sich in ein Weinhanß zu führen, wo sie ihn mit guten Worten zu überreden und auszulocken hoffes ten. Bey dieser Gelegenheit sahen sie nun, dass er in seinem Barte einige Linsen hangen hatte.' Da sie Nun hieraus vermutheten, daß er diesen Tag Linsen müsse gegessen haben, giengen sie alsbald zu seinem Weibe, und sprachen zu ihr: Dein Mann schickt lurs zu dir, und laßt dir jagen, du sollst uns: unsre Beutel wieder geben, rindzum Beweist, dass wir von ihm abgeschickt sind, sollen wir dir sagen,: daß er zu Mittage Linsen gespeiset habe. Da die Frau das horete, und die Sache in der That also beschaffen war, gab sie ihnen ihre BeiM, Md sie zogen freudig ihre Straße. Als hierauf der-. Mann nach Hause gekommen, und von der Frau - erfahren, daß die Beutel wären abgeholet worden, schlug er hie Frau so erbärmlich, daß sie dar- - über sterben mußte." Hieraus ziehet nian die Lehre , daß O,nöthig sey, sich Äach Tische alle- , zeit zu wüschen; denn hätte dieser Wirth seine Han?k V 3 de