Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Z4-> GX» Abend ausgenommen, gewöhnlich ist, daß, wo ein Gelehrter mit am Tische speiset, der Haußherr diesem die Danksagung zu sprechen auftragt, so muß dieser Auftrag noch vor dem Händewaschen geschehen. Buxtsrf erzehlek uns S. 272. im latem. S, 237. eine Geschichte, welche im Talmud, Tract. Jsomn, Fol. 8 3. zur Einscharfung des Händewaschens ausgezeichnet. Sie lautet also: „Rabbi Meyer, R. Jose und R. Juda, giengen mit einander über Feld, und kehrten am Freytag bey einem Judenwirth ein, um den Sabbakhbey ihm zuzubringen. Bey dem Eintritt fragte R. Meyer den Wirth, wie er hieße, als hierauf der Wirth antwortete, er heiße Riddor, so dachte der R. bey sich selbst, dieser Mann ist gewiß ein Schelm, weil er einen so bösen Namen hat, welcher mich des Spruches erinnert,;. B. Mos. 32,20. dass heisset: „es ist eine verkehrte Art." (Hier stehen im Hebr. die beyden Worte ^7 '2 Li dor, d. i. denn dies Geschlecht.) Die andern beyden wollten sich daran nicht kehren, und gaben derohalben dem Wirkhe ihre Beutel den Sabbath über üttfzuheben. M Meyer aberschlich heimlich weg, und vergrub seinen B/ütel, in das Grab von -en'Vater dieses Wirths. Zu Nachts träumete den Wirth, er sollte geschwinde gehen, und auf feines Vaters Grab nachsuchen, so werde er einen Beutel mit Gelbe finden. Als nun der Wirth am Morgen darauf seinen gehabten Traum erzehlte,