Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 329 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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LA OM LR tzry die euch gebohren hak, ist zu Spott worden. Siehe das Letzte der Heiden ist wüste, dürre und öde." *) -» Sieht ein Jude Güßenhäuser in ihrer Vollkommenheit, so sagt er: „das Hauß der Stolzen mag derJehovah wegreißen.« sind sie aber zerr stöhret, so spricht er : „der Jehovah ist ein Gott der Rache;« Erblickt er Juden-Gräber, .so spricht er: «Gelobet sey rc, welcher euch nach sei- ZkL ner *) Diese Stelle ist allerdings, da das ganze Capitel von der Zerstörung Babels handelt, gegen die Heiden, oder genauer gegen die Chaldäer, gerichtet, deren Ausrottung hier verkündiget wird. Und obgleich der Prophet in den letzten Worten dieses Verses in der gegenwärtigen Zeit redet; so kann man es doch füglich von der zukünftigen verstehen; und sie wollen mit ihm so viel sagen: „das, was von euch, ihr Völker (in ihrer Gebetsformel stehet statt Völker, chäer) noch übrig ist, wird auch verheeret,: und zernichtet werden.« - Wir erinnern dich, damit unsere Leser den Ausdruck, das letzte der Völker ist wüste rc. recht, nehmlich nach der Prophetischen Art, als von der Zukunft verstehen; ES »vird, oder muß wüste werden. Der chqldäische Paraphrast Jonathan übersetzt V2S8 durch sDNttz-ZZ eure Versammlungen oder Gemeinden, und sLDZ'ltz euer Land; und daß durch'slNSsvrc. . , das Ende der Völker, Der Rabbi Kimchl gtebt es eben so, und Jarchi setzt noch hinzu : Obgleich euer Anfang gros war, so wird doch euer letztes, d. i. so leer, als eine Wüsteney, ganz zerstöret seyn.