Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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EXE H L oder an die davon gebrannte« Wasser und daraus derfertjgten Specereyen, so spricht er: „Gelobet seyst du, der Gewürz und Bäume geschaffen hat." Dahingegen heißt es bey andern wohlriestienden Kräutern, und Gewürz, das nicht auf Baumen wüchset: „Der Gewürzkräuter geschaffen hat— Riechet er aber an unterschiedene Arten von Gewürz zugleich, oder er kömmt in einen Gewürzkram, oder er riechet Bisam, Aibet und dergl. so spricht er: «Gelobet seyst durc. der alle Arten Gewürz geschaffen hat."—Wenn er abersiir seinem eigenen Zimmer, Gewürze liegen hat, so darf er, wenn er hinein kömmt und ihren Geruch spührek, keinen Segen sprechen. ' Genießet der Jude, irgend eine Frucht *) zum yrstenmale im Jahre; so spricht er noch über den dazu verordneken Segen, die Beoche Gchehechejonu, welche also lautet: «Gelobet seyst du rc. der uns lebendig und aufrecht erhalten, und uns diese Zeit hat erreichen lassen."—Trinket er Most zum erstenmahle, so muß er, wenn er vorher den Segen nicht schön über die Weintrauben gesprochen, gleichfalls Schehechejonu machen. Eben diese Broche spricht er auch, wenn er ein neu Hauß bauet, sich neu kleidet, oder dergk. Ziehet er das neue Kleid zum erstenmale an, so *) Ueber unreife Früchtelngl. über neue Kräuter, Fleisch, Fisch und YkHgl. wird nicht Gchchechejvnu gemacht, d. i. dieser Segen wird nicht gesprochen.