Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 298 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rabat 1× ep/1045497
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»d« LL EXO LZ Jngleichen soll der Warzen, welcher vor VraüL und Bräutigam hingeworfen wird, auf einen reinen Platz geftreuet, und hernach von dem Orte sorgfältig aufgelesen werden, damit er nicht zertreten werde. Denn sie sagen, wer das Brod oder andere dergleichen edle Gaben Gottes gering achte, falle in schwere Armuth, davon Hiob i;, L z. geschrieben stehe: .,Er ziehet hin und her nach Brode." Dieses ist von ihnen verdolmetschet: Das Brod ziehet herum, daß man es suchen muß. Dabey wird im Talmud, Track. Chsllin, Fol. io;, gelehret, es sey ein besonderer Engel, mit Namen (^>22) Rabat, d. i. ein Thor, darzu geseHet,der auf diejenigen Acht haben müßte, welche das Brod auf die Erde fallen ließen , daß eS könne mit Füßen getreten werden, als welche er zur Strafe mit Armuth belege. Und damit man solches desto eher glaube, erzehlen sie, „daß dieser Engel einsmals einem gewissen Menschen sehr feind gewesen, und ihm deswegen gern in die äusserste Armuth gestürzet hätte, Hoffete derohalben, er solle einmal Brod auf die Erde fallen lassen, welches hernach mit Füßen getreten würde, und Mich ihm daher überall auf hem Fuße nach. Als es nun einmal geschähe, daß dieser Mann sich auf dem Felde in das Gras niedersetzte, um sein Brod zu essen, so frohlockete der Engel schon darüber, denn er vermeinte, seines Wunsches nunmehro gewiß theilhaftig zu werden, indem dieser Mann die herabgefallen Brosamen aus dem Grase ohnmögsich alle auflesen könne, da sie denn notwendig zertrer