Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS OXO LS' -9Z der Schrift' an, und schließet mit der Geschichte Lochs , um daraus zu erweisen, daß der Wein die Leidenschaften in dem Menschen rege mache. Man soll also den Wein nur mäßig und zur Stärkung des Magens trinken. , Wie nun diese Schrift die Mäßigkeit in Speiß und Trank umständlich anbefiehlet, so verbuchet sie im Gegentheil die gar zu kärgliche und schmale Mahlzeit, welche aus Geiz, und gemeiniglich aus der mißtrauischen Sorge, wo man in den künftigen Zeiten etwas hernehmen werde, also eingerichtet wird. Er leget die Stelle Sprüchis, 15. „Ein Betrübter *) Hat nimmer einen guten Tag," von einem solchen aus, der sich nicht entschließen kann, von demjenigen, was ihm Gott bescheeret, für sich und die Reinigen etwas auszugeben. Ein solcher , spricht er, Hat kein Vertrauen, daß Gott ihm seine Nahrung segnen könne, sondern bringt seine ganze Lebenszeit in lauter Sorge, Noch und Bekümmerniß zu. Im Tract. Grach Lhaijm §. 170. sind die Regeln enthalten, wie sich ein jeder unter der Mahlzeit aufzuführen habe. Es heißet z. E. man soll unter währendem Essen nicht reden; ja so gar wenn einer von der Gesellschaft oiesete, so sey es doch nicht erlaubt, ihm denWunsch, durch das bey Tz ihnen *) Im hebräischen siebet das Wort "2P, d. t. eigenst. ein Armer, Elender.