Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 286 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-86 OX« HU Wer nicht mit speiset , darf den Segen vor die Tischgesellschaft nicht sprechen, .wohl aber vor die Kinder. Das Brod, worüber-der Segen gesprochen werden kann, muß norhwendig entweder von Warzen, Korn, Dunkel, Gersten, oder Hafer-Mehl seyn. Desgleichen soll es ein ganzes Brod seyn. Dahero, wenn zwey halbe Brode von einerley Art auf dem Tische liegen , so sucht man sie > vermittelst eines, Stück Spans, oder sonst etwas dergleichen zusammen zu fügen, so, daß man es nicht sehen kann, daß sie getheilt gewesen: Und diese Verbindung zweyer verschiedenen Stücke Brod ist so gar am Sabbath zugelasten. Wenn zwey ganze Brode von, verschiedener Art auf dem Tische lagen, z. E. es, rväre eins von Walzen und das andere, von Korn, so wird der Segen über das feinste gesprochen; ist aber das feinere,angeschnitten, und das schlechtere nicht, so. leget er dasStüch von dem bessern Brode auf das schlechtere ganze, spricht sodann den Segen, und schneidet die Bissen von dem feinern. — Menn zwey Brode auf dem Tische liegen, davon das eine an Güte zwar Vorzüglicher, aber von andern Religionsverwanten gebacken, das schlechtere hingegen von Juden gebacken,iväre; so kommt es darauf an,l ob der, der es setzt vor sich hat, sonst gewohnt gewesen, Brod, welches von andern Religionsverwanten gebacken ist, zu essen. . Ist dieses > so spricht er den Segen, über das feinere. Macht er sich aber