Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Siebzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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«SS LZ M» LZ ihnen Haßdel und Wandel zu treiben; Es f-gt äber-Ri Samuel, in dem Exilio (d. i. in der Zeit der gegenwärtigen Zerstreuung) sey es nicht verboten, außer nur an ihren M' ^soinEdd. der-Tüg des llnglückes oder Untergangs, selbss (AlsoNennen sieden eigentlichen Tag des Festes.) Dev Rabbi Samuel,-Meiers Sohn, hat es im Namen des R. Salomon Iarchi erkläret, daß wir itzt Nicht drey Tage vorher tchthig haben, uns von der Handlung mit den Christen zu enthalten, dieweil wir im Elend sind; und daß dies Verboth nur von denensenigen Festtagen zu verstehen sty^'welche seinetwegen (d. i. unserm Heiland zu Ehren) gefeyert werden. Doch sind auch diese Tage, UM der Feindschaft willen, (d. i. um sich Vttüe Feindschaft bey den Christen zu verursachen) zü sMuben.'« Es sind daher auch wirklich die AuvenHeut zu Tage von diesem Verboth abgegangen- und tragen kein Bedenken an stlchen Tagen mit' den Christen Gewerbe zu treiben; so bst nehmlich diese der Heiligkeit ihrer eigenen Feste, selbst so wenig eingedenk sinh, ihnen darzu die Gelegenheit anzubieteni ^'Sö war auch in vo« rigen Zeiten den Juden verbokhen, die Messen zu beziehe«: Wie man das weitläüftig iM TräIore Deah S. 42. §. 149. Nachlesen kann. Woselbst «ber auch sogleich hinzugesetzet wird: „Eine blose Messe ist in gegenwärtigen Zeiten erlaubt zu be« suchen, weil sie nicht eigentlich dem fremden Dienst stiis ffili2p) gewiedmet, d. i. nicht als zu ihrer, der Christen- Heligipn gehörig, zu betrachten - ' sind."