Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Siebzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L6r KL E Auf diese Art haben wie nun unfern Lesern dlir weitläuftigen Gebetsvorschristen der Juden, von einem einzigen Morgen bekannt gemacht, und man wird uns gewiß zugeben, daß wir sie Mit Recht weitlauftig nennen, wenn wir noch hinzusetzen, daß ein gewissenhafter Jude verbunden sey, jeden Tag zum wenigsten, hu udert Brochos oder Ssgenssprüche zu beten, darunter aber doch die öffentlichen Gebete mit - gezehlet werden. Der Grund dieser Vorschrift ist sonderbar, und verdienet angemerket zu wdrden. Sie glauben, es liege die Verbindlichkeit hierzu im;.B. Mose io, i L. da es heißet: Und Israel, was fordert der Herr dein Gort von dir? rc.Hier findet man zwar nach der Grundsprache nur das Wort ns mah (was?) Aber das ,vergleichen sie nun mit einem andern ahnlichenWorten-sv meah, d. i. hundert. So daß es nun heißen solle: Nun Israelhundert fordert der Herr dein Gott von dir. Diesen Schluß und Erklärung aber zu unterstützen - verweisen sie uns quf einegeheime Anzeige, die Moses selbst von dieser verborgenen Lehre dadurch gegebendaß er in diesen angezogenen Vers gerade hundert Buchstaben gebraucht Habs. Wir haben sie nachgezehlet, aber zum Unglück kommen nur mit Zuziehung des Vorgesetzten Buchstabens. s, der die Abschnitte ihrer N1',N, d. i. ihres Mosaischen Gesetzbuches zu bezeichnen pfleget, und ganz gewiß nicht von Mose, sondern von weit spätem Lehrern der Juden dar- Wgesetzet worden, 100. heraus; da'es sonst nur