Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Eilftes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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LS GX-O LS »6z „überein, welches auch 515 betragt. Wer dem- „nach den Gesang verrichtet, welcher ein Gebet „ist, der soll seine Füsse zusammenschliessn, „wie einen einigen geraden Fuß." Die Lehrer schützen noch eine andere Ursache vor. „Weil „der Jude itzt im Begrif ist, mit der Schechi- „na, (d. i. göttlichen Gegenwart) zu reden, so hat „er die Pflicht, alle fleischliche Gedanken aus sei- „nem Herzen zu verbannen, und sich beinahe den „Dienstengeln gleich zu stellen." Ferner gebieten die Lehrer dem Juden, die rechte Hand über die linke ans Herz zu legen; denn, so gleiche er einem Menschen, der alle Bewegung abgelegt hat, und nun nicht weiter im Stande ist, nach etwas zu gehen oder zu greifen, als wenn ihm Hände und Füsse gebunden wären; so übergebe er sich selbst gänzlich dem Herrn, zu welchem er flehet, und erlange Gnade und Wohlgefallen von ihm. Der Jude muß auch sein Haupt neigen , die Augen zur Erde Niederschlagen, und thun, als wenn er im Tempel wäre; Sein Herz soll er oben im Himmel haben. Unter dem Gebet soll er von einer Seite zur andern wanken, alle seine Glieder dadurch zu bewegen, weil geschrieben stehe, Ps. zz, io: Zille meine Gebeine müssen sagen: Herr, wer ist dir gleich. L 2 Die /