Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Neuntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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N4 LL EX» Leibeskrankheit hat, darf keine Denkzettel tragen, weil es unerlaubt ist, dieselben im Bette an sich zu haben. Der Jude ist zur Beobachtung der strengsten Reinigkeit verbunden, so lange er die Tphillim an sich trägt; ja, Buxtorf führet so gar in dieser Materie ein vorgebliches jüdisches Wunder an, womit wir aber unsere Leser verschonen wollen. Wer den ganzen Tag mit unreinen Gedanken geplaget, oder zur Hochzeit ist, oder noch in den ersten Tagen einer Trauer stehet, oder sonst seine Gedanken von einer übermäßigen Betrübniß nicht abziehen kann, darf mittlerweile keine Tphillim anlegen. Alle diese Gebrauche sollen Mose von dem Hochgelobten auf dem Berge Sinai gezeiget worden seyn; lind im talm. Tr. Berachoth S> 7, über die Stelle s. B. Mose zz. rz, wenn ich meine Hand vondirthue, wirst du mir hinten nächst» hen, heißt es : „Diese Worte lehren, daß Gott „selbst damahls Mose die Verfertigung und »Anlegung der Denkzettel gewiesen hat." Wie hoch die jüdischen Lehrer von diesem Gebote denken, erhellet aus dieser Stelle des Medrasch Schochar Too: „R. Elieser spricht, die Israeliten hatten vor dem Heiligen, Hochgelobten, „gesagt: Herr der Welt, wir wollten uns gern »Tag