Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LL OXG LK r-k Gottes täglich umsonst ausspräche und ent« heiligte. Der Schreiber muß eine sehr richtige Bibel vor stch haben, wenn er auch gleich die Stellen auswendig wüste; damit er um so viel weniger einen Fehler Mache. Er bedienet sich auch hierbey einer ganz besonder» Dinte, welche von Juden zubereiket worden. Sie sammlen darzu Dampf von Oel, Pech oder Unschlitt; diesen vermengen sie mit gestoßenem Holz, und etwas Honig; sie durchwirken und knaten diese Masse wie einen Teig, und lassen sie ganz trocken werden. Den gedörreten Teig lösen ste in Wasser auf, welches mit Galläpfeln schwarz gemacht ist; Nun schreiben sie mit dieser Masse, wie mit ordentlicher Dinte. Rothe und grüne Dinte, güldene und andere Farben, sind zu diesem Schreiben verboten. In der Schrift selbst darf Zein Buchstabe getheilet,auch nichts raviret oder geändert werden. In der einfachen Rolle des Denkzettels für die Hand müssen die Texte in besondere Abteilungen gebracht, und 'eine jedwede von den übrigen durch einen besonder» Zwischenraum unterschieden werden. Die drey ersten Abtheilungen oder parschijoth heissen petuchoth (mmns) d. i. geöfnete; die letzte wird Gethuma (ilvITtv) genennet, di.