Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-24 LL GXO erscheinet Labey der Buchstabe Jod. Das Kästchen selbst ist auf seine vier unter»» Ranken gleichfalls so aufgenähet, daß auf jeder Seite unten und oben drey Stiche gesehen werden, welche zusammen die Zahl der zwölfStämme Israels geben. Die Denkzettelschreiber, welche bey den Juden Sophrim (o^2lo) heissen, sind besondere Künstler, die sich sonst auf nichts legen, als Gesetzrollen, Tphtllim und Mesussen zu schreiben. Hierzu nehmen sie Pergament von reinem Viehe, welches ein Jude zu diesem Gebrauch zubereitet haben muß; Sie schreiben auf die innwendige Seite des Pergaments, welche aufs Fleisch zu liegen kömmt. Vorher werden siuf das Pergament durchaus Linien gezogen, damit die Schrift genau und ordentlich ausfällk. Reine Feile darf langer feyn als die andern, auch kein Buchstabe höher, als die andern! Die Buchstaben selbst dürfen nicht Zusammenhängen, es darf auch im Texte weder ein Buchstabe fehlen, noch ein überstüßiger stehen; der Schreiber hätte sonst eine grosse Strafe zu fürchten, weil seine Nachläßigkeit schuld daran wäre,wenn ein Israelit diese unheiligen Tphil? lim unwissend gebrauchte, und also den Hissen Gottes