Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Viertes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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58 „die heil. Schrift,) das ist eine Tugend, „und auch keine Tugend. Wenn sich einer „mit der iizwv Mifchna beschäftigt, das ist „eine sehr grosse Tugend, vor die er eine „sehr grosse Belohnung empfangen wird. Allein, wenn sich jemand mit der Gema- „ra, d. i. Ergänzung des Talmudes beschäftiget, der hak unter allen möglichen Tu- „genden die grösste ausgeübet." Talm. Tr. Berachoth, S. 5, Col. i: „Was bedeuten „die Worte 2 V.Mose 24,12: daß ich dir „gebe die steinernen Tafeln, und das Ge» „feg, und die Gebote, die ich geschrieben > „habe, die du sie lehren sollst? Antrv. „Die Tafeln bedeuten die zehn Gebot; das „Gesetz ist die Schrift der fünf Bücher „Mose; die Gebote zeigen dis-Mifchna an; „die Worte, welche ich geschrieben habe, bedeuten die Nebiim Uksubim, d. i. Propheten und Psalmen rcdie du sie lehren sollst, „gehet auf die Gemara." Neunter Articke!: „Ich nehme mit vollkommenen Glauben an, daß dieses Gesetz un- „veranderlich ist, und daß der Schöpfer, (sein „Name sey hochgebenedeiet!) auch in Ewigkeit „kein ander Gesetz geben wird." Anm.