Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Viertes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Sy Anm. Diese buchstäbliche Unveränderlichkeit des mojaischen Gesetzes unterstü- Hen die Juden auch noch ferner durch die Hoffnung, „daß noch künftig der Tempel, sowohl „als die heilige Stadt Jerusalem, wie- „der hergestellet, und alle Opfer und „mosaische Lcremonien wieder aufgebracht, ja auch die Nachkommen der jü- „dischen Nation selbst in ihr Land wie- „der versetzet werden sollen, wo sie das alte „Gesetz in alle Ewigkeit beobachten wür- „den." Allein, andre und zum Theil klügere Juden laugnen diese Punkte. Joseph Albo in seinen Jkkarim, z Abschn. S. z, Col. r sagt: „Das Gesetz Mose, nur die zehn Gebote ausgenonnnen, könne gar wohl nach „Gottes Willen verändert werden; ja es „sey klar, denen Alten zufolge, daß künftig „noch eine andere, und von der vorigen „unterschiedene Lehre, aus dem Munde „des hochgelobten Gottes, ohne einige Mittler, zu erwarten sey." Schon Jonathans Targum übersetzt Es. 12, z: „und ihr werdet eine neue Lehre empfangen, mit, „Freuden, von dem auserwahlten Gerechten." Und im Medrafch Loheleth heißt