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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1885-01-01 · 1 (1885) · p. Seite 118

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
12 (1885)
Issue
1 (1885)
Date
1885-01-01
Page
Seite 118 (sequence 122)
Language
German
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118 Hermann Deutsch. Geistes die Großartigkeit der Leistung erkannte 3) und diese nicht ganz unpaffend in relativen Vergleich zu der ״Mischna Thora" Sammlung des Maimonides setzte^). Gewiß läßt sich bei der Sammlung ״die starke Hand", die es versteht, Zerstreutes zu sammeln, Verschiedenartiges zu verknüpfen und in systematische Ordnung zu bringen, nicht verkennen; andererseits jedoch läßt die Auswahl und Anordnung einen bestimmten Plan, den der Verfasser im Auge gehabt, nicht genau ersehen^). Klar ist nur das Eine, daß der Verfasser aus den anzahlreichen Stellen zerstreuten Bemerkungen der Rabbinen einen mit dem Texte von Vers zu Vers fortschreitenden Commentar liefern wollte; welche Gesichtspunkte jedoch bei der Auswahl derselben für ihn die leitenden waren: ob die einfache Wort- und Satzerklärung, oder die halachische und homiletische Anwendung des bezüglichen Verses, läßt sich nach den zahlreichen Anhaltspunkten, die für jede der beiden Annahmen vorgebracht werden könnten, nicht mit Sicherheit entscheiden °). 1. Was hier mit Sicherheit in die Augen fällt, ist das 3) Zunz, die gottesdienstl. Vorträge d. Juden S. 298 f. Horovitz, Frankfurter Rabbinen IS. 2—5. ß) Daß er nach einem gewissen Plane gearbeitet, beweist schon die Thatsache, daß die Targumim und die Schriften in Bezug auf die Geheimlehre konsequent übergangen sind. Jellinek (Bet Ha-Midrasch VI, S. 24) macht auf das Verfahren aufmerksam, das der Verfasser bei der Zusammenstellung befolgte, und wie derselbe manches für seinen Zweck Unbrauchbare aus dem Contexte weggelassen hat; welches aber dieser Zweck, eigentlich war, sagt er uns nicht, konnte es wahrscheinlich auch nicht sagen. ף Hier einige wenige Beispiele. Kap. XIV, 28 ist von den Rabbinen im Talmud an zahlreichen Stellen als Anknüpfungspunkt benützt worden; Jalkut citirt nur eine dieser Stellen, wahrscheinlich weil sie doch schließlich alle in der Auffassung des Verses auf den einen (natürlichen) Wortsinn hinauskommen. Dagegen sehen wir aber, daß er zu o. VI, 16 alle möglichen Haggadas aus Midrasch rabba u. Tünchuma anführt und gerade die zum Verfländniß des natürlichen Wortsinnes sehr wichtige (Midrasch r. IIIM. c. 16) wegläßt. Zu o. HI, 8 finden sich eine Unmasse Deutungen in den Talmudim und Midraschim vor; Jalkut citirt nur

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