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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1885-01-01 · 1 (1885) · p. Seite 99

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
12 (1885)
Issue
1 (1885)
Date
1885-01-01
Page
Seite 99 (sequence 103)
Language
German
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Sprüche Salomo's 89 geschieht nur der Assonnanz von ihnen Erwähnung?') Sicher waren sie der Ansicht, daß alle übrigen Dichtungsarten, die ja doch nur in vereinzelten Fällen im bibl. Schrifthume sich zeigen, nur dem Zufall ihr Entstehen verdanken mögen, wogegen bei der Alliteration die Absichtlichkeit in dem Gebrauche und in der Redeweise unleugbar hervortritt?') Man weiß, wie schon die ältesten jüd. Dichter und Gelehrten") den gleichen Standtpunkt Philo und Josephus gegenüber, welche bestimmte Metra und Silbenmaße in der bibl. Poesie gefunden haben wollten, behaupteten; trotzdem ist es nöthig diesen bei den salomonischen Schriften besonders hervorzuheben, weil, aus dem Umstande, daß die Schrift die Weisheit Salomo's über die ״der Söhne des Morgenlandes und Aegyptens" stellt, selbst ein hervorragender jüd. Grammatiker") schließen zu können geglaubt hat, die Dichtungen Salomo's müssen, gleich denen der Araber, in Reim und Strophenbau sich geäußert haben, was aber der Charakter der uns überlieferten salomon. Schriften durchaus nicht bestätigt. Was dagegen als bestimmte Eigenthümlichkeit der hebr. Poesie gelten kann und in den Sprüchen insbesondere ein לשון נופל על לשרץ(״ (Midr. rabba' 1. M. c. 31; 11, 19.) IS) S. Raschi zu l. M. 49, 8 und zu Jes. S, 7; Pseudoraschi l. Chr. 16, ll. Beispiele von vielleicht beabsichtigter Assonanzen in den Sprüchen 1, 22. 13, 12, 19, 20. 14, 4. 24, 10, 22. 25. 13. 26, 17. 27, 12, 16, 17. 19 u. a. 14) Jehuda ha«Levi im Kusari c. 2 R. Asarja de Rosst im Meor Enajim III, 60. R. Samuel Archevolti im Arugas Ha-Boßem o. 31. Vgl. Buxtorf Nuntissu ad libr. Cosri p. 415; 424. Saalschütz' von der Form der hebr. Poesie, Königsb. 1825. S. 5 ff. — In diesen beiden Gattungen: משל und שיר, vollenden sich auch alle Arten der Poesie noch in der talmudischen und soferischen Zeit (s. Delitzsch z. Ge« schichte d. jüd. Poesie S. 32 und 182), die allein den Erzeugnissen der Dichtkunst in der Bibel zu Grunde liegen. Beachtenswerth hierfür ist auch das Urtheil Eduard Reust', Gesch. d. alten Test. § 126. 15) In einem —dem Saadia zugeschriebenen—arab. Commentar über einzelne Bücher (worunter die salomonischen) der hl. Schrift, handschriftlich in der königl. Bibliothek zu Berlin und in der Bodleian Bibl. zu Oxford. Vgl. Salfeld, das Hohelied S. 24.

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