Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 12 (1885)
- Issue
- 1 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 101)
- Language
- German
- Belongs to
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Sprüche Salomo's 97 טעמי הח־ורה und נגיניות die Rede/) noch eine andere Stelle int Jervschalmi, die gleichzeitig beweist, daß sie auch die Unterscheidung der Tonweisen in eine metrische und prosaische gekannt haben, und diese, wenn auch vielleicht verhältnißmäßig jung in der Fixirung, alt und traditionell in der Einführung ist. In der Mischna (Joma I. 6) werden nämlich die Bücher Jjob, Esra und der Chronik als geeignet zum Vorlesen für den am Vorabende des Versöhnunsgtages wachznhaltenden Hohenpriester anempfohlen; die jerusalemische Gemara fügt dem hinzu: תנו במשלי ובתהלים מפני ״ שטעמן מסיג את השינהes ist auch gelehrt worden, daß das Spruch- und Psalmbuch sich hierfür eigne, weil ihre (effectvolleren, dem Ohre schmeichelnden) Tonweisen den Schlaf verscheuchen/") Hiermit wäre allerdings nur die Thatsache, daß die erwähnten Bücher schon damals ihre eigene, von den anderen abweichende, Melodie gehabt, bewiesen, was ja eigent- '•) Berachot 62 a und Chagiga 6b bezieht Raschi den Ausdruck טעמי התוהה auf unsre Accente, und ebenso versteht er Megilla 32 a den Ausdruck נעימה von der accentualen Betonung. Vgl. jedoch Mischna Arachin II, 2 u. Talmud Joma 38 b, sowie Elias Levita's Vorrede zum טוב טעם und o. 2 das. In Redarim 37 b bedeutet טעם blos die interpunktionelle Satzabtheilung, wie oft accentus bei Hieronymus, worüber Gesenius a. a. O. § 52 und 57. Bemerken wollen wir hier noch, daß die Alten in den Accenten neben ihren interpunktionellcn und mustkalischen Werth noch den richtigen Zweck erkannten, das Erlernte dem Gedächtnisse einzuprägen (s. Toßafot Megila 32 a.) In seiner Vertheidigungsschrift סי הגלוי (s. die Zeitschr. הברמל in I, S. 66) bemerkt Saadia: וכמו שחברתי בהיותי עוד בעראק ספר עברי בפסוק פסוקים ומוטעם בטעמים ... יהיה יותר נקל לקראו ויותר אפשר ללמד על פה. Von den Kretensern wird ebenso berichtet: 0״c Kprjrsg roug naidag p.avtfaveiv robg vöpoug xeXeuouaw pera rtvog peXtpdiag tva ix rr^g poumxrjg <pu^ay0)^(bura1 xat eöxoXdtrepou abzoug rjj ßvyjßrj 7rapaXapßdvojgiu11 * Aus diesem Gesichtspunkte waren auch die ättern Mischna-Ausgaben mit Neginot versehen (S. Simon Duran im Magen AboL HI, S. 55 und im Com. zu Abot V, 10; Josef del Medigo im Mazref «le-Chochrna S. 17; vgl. auch Baer im Vorw. zum Gebetbuche Leket Zewi.) *) So unsere Auffassung der Stelle, die der Erklärung der Commentatoren, welche טעמן mit פירושן wiedergeben, entgegensteht. Die Begründung hierfür ergibt sich zum Theil aus der vorhergehenden Note.