Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 257)
- Language
- German
- Belongs to
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254 — 2, 7, 8 und Adamsbuch S. 124 (der Dillmann’schen Uebersetzung) als ״Gerechter“ geschildert wird. S. 227. Die jüdische Sage erzählt von dem noch zur Zeit der ersten Tempelzerstörung sprudelndem Blute des Zacharja, welcher vor etwa 250 Jahren im Vorhofe des Tempels getödtet wurde. Wenn muhammedanische Schriftsteller statt des Propheten und Priesters Zacharja, Johannes den Sohn Zacharja’s setzen, so ist hier unleugbar christlicher Einfluss im Spiele. Den Anachronismus vermittelte wahrscheinlich die christliche Sage von der Hinrichtung Zacharja’s, des Vaters Johannes des Täufers. A. Epstein. Notizen. Tn dem Aufsatze ״Eine Siddurhandschrift in Hattstatt“ (Magazin, 1892) schreibt Dr. Ginsburger: יחד לשון״, p. 268b. 0. für den Pestsabbat von Succoth, bestehend aus 5 Strophen mit dem Refrain הוא אלהי האלהים ואדוני האדונים; geh. auf יהודה. Ich habe diesen Piut ausser bei Tyrnau s. 0. nirgends erwähnt gefunden“ (p. 128 No. 177). Diese Mitteilung bedarf einer doppelten Berichtigung. Der in Rede stehende Ofan heisst nicht יהד, sondern י ח ו לשון. Er gehört Jeliuda ha-Levi an und ist bei Landshut, Amude S. 74 No. 70 erwähnt und von folgender Notiz begleitet: באילת השחר ליום שאין בו תחנה; יהודה, ונראה ממנו שנוסד לקדושה. Im Ritus Polen ist derselbe als für den Sabbat zwischen Jom-Kippur und Succoth bestimmt abgedruckt, während er, nach Luzatto, Divan p. 25 b, im Maschsor והראן unter den Piutim für den ersten Tag des Laub• hüttenfestes Aufnahme gefunden hat, was natürlich kein Zeugnis für seine ursprüngliche Bestimmung ist. Eine kritische Bearbeitung unseres Ofan bietet Luzatto a. a. 0.; einen Commentar zu demselben von Mordechai Dato enthält — was hier gelegentlich bemerkt werden darf — die Handschrift des British-Museum Add. 22094 fol. 52 a, woselbst sich auch der Text desselben mit einigen Varianten findet. Varianten bieten auch der Siddur Jemen (die Berliner Hschrft. sowohl, wie die Londoner) und das kurze, von den Mss. fol. Noo. 627 und 629 der Kgl. Bibi, zu Berlin ganz verschiedene Machsor צנעא.*) Das יחו לשון ist selbstverständlich auch *) Ms. im Besitze Dr. Berliners. Die Handschrift ist noch nirgends beschrieben. — Eine Gebetordnung, die aus צנעא stammen