Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 236)
- Language
- German
- Belongs to
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— 233 — an der, zu Anf. dieses Artikels erörterten Begritfsverwirrung leiden. Dazu gehören folg• Stellen: S. 23 die Hochschule in Babylon, aus welcher der Talmud hervorgegangen (s. S. 26), war die einzige Pflegerin der Wissenschaft [vor den Arabern]. — Hat der Vf. eine Ahnung von dieser ״Wissenschaft“? Demnach waren nicht syrische Christen die Lehrer der Araber (6, Wenrich’s Preisschrift etc. existirt für Hrn. G. nicht); die jüdischen Lehrer aus Mesopotamien u. Syrien gehen nach Nordafrica, Spanien, Provence [etwa Grätz’s Natan?], Frankreich (30). Demnach waren die Juden die Lehrer der Araber und die Erhalter der Wissenschaft in der ersten Periode. Von Uebersetzungen aus dem Griechischen ins Armenische hat Hr. G. auch nicht eine Ahnung. Ebenso sind für Hrn. G. die Juden später die einzigen Vertreter der Wissenschaft, ja die einzigen Uebersetzer aus dem Arabischen (Jourdain, Wüstenfeld und Hunderte von mss. und Drucken existiren für ihn nicht); so heisst es S. 27 ״da die Juden Nichts von Alkindi übersetzten, so ist dem Abendlande Nichts von ihm bekannt, überhaupt wissen wir [plur. majest.] nur so viel von arabischer Kultur als die Juden uns zugänglich machten.“ Woher soll Hr. G. die latein. übersetzten Schriften Kindi’s kennen?1 2) Zur weiteren Ausmalung des Phantasiebildes erfindet Hr. G. eine Herrschaft der hebräischen Sprache, welche so ״ausgebildet war, dass sie das Arabische und Lateinische übertraf“ (40)*); die Völker, die in Judenverfolgung machen, müssen von nun an Hebräisch studiren, falls sie eine wissenschaftliche Bildung erlangen wollen (31, 35); Parchon unterrichtet an der christlichen Universität (sic) zu Salerno in hebräischer Sprache (38; Hr- G. war wohl ein Zuhörer); 1) Die Uebersetzer des Dioscorides in Spanien sind ״selbstverständlich“ sämmtlich Juden (32), also auch der Mönch und die Araber; vgl. auch S. 38. 2) Thatsächlich beklagen die hebr. Uebersetzer den Mangel des Hebräischen, insbesondere dem Arabischen gegenüber.