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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 218

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 218 (sequence 221)
Language
German
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218 sich ein Gebot der Vorsicht und Klugheit ist, die eigenen Schaaren so auszuriisten, dass man auch von Ferne Freund von Feind unterscheiden könne und dass damals während der Zeit der Religionsverfolgungen und der hochgradigen Feindseligkeit gegen alles Fremde, ohnehin die Tendenz herrschte, sich in allem und jedem von den verhassten Heiden abzusondern, so wird man es begreiflich und gerechtfertigt finden, dass man einen solchen Anlass, wie das in den Quellen berichtete Unglück, dazu benutzte, um das Tragen dieser Schuhe zu verbieten. Mit Recht wirft daher Jerusch, die Frage auf, da das Verbot nur aus Furcht vor dem Ueberfall der Feinde eingeführt wurde, so musste es mit der Wiederkehr ruhiger Zeiten ausser Geltung gekommen sein, worauf dann die bereits erwähnte Antwort ertheilt wird. 8. Die Ursache, warum dieses Verbot sich nur auf Sabbath־ und Festtage erstreckte, wird in den beiden Talmuden treffend auseinandergesetzt. Möglich aber wäre es, dass dieses Verbot zu einer Zeit erlassen wurde, da man den Krieg und selbst die Gegenwehr am Sabbath für unerlaubt hielt und dass gerade in Folge dieses Umstandes, die Katastrophe einen so grossen Umfang erreichte. In Folge dessen blieb das Verbot am Sabbath haften. Dann müsste diese Verordnung viel höher hinauf datirt werden und ihr Ursprung wäre in der Zeit der Makkabäerkämpfe zu suchen. Damals schon wurden solche mit Nägel beschlagene Schuhe getragen, denn vom Heere des Antiochus erzählt Plinius XXXIII, 3, 14 und Val. Max. IX, 1: magna ex parte aureos clavos crepidis subjectos habuit. III. 1. Ein hervorragender Schmuck der rhetorischen und dichterischen Darstellung ist die Verwendung doppelsinniger Wörter, amphibolischer Ausdrücke. Schon in der gewöhnliehen Umgangssprache gibt es deren eine unzählige Menge, die ihrer eigentlichen Bedeutung nach einen ganz einfachen

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