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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 217

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 217 (sequence 220)
Language
German
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21? meinen, dass ein römischer Soldat ihr Versteck aufgespürt und im Begriffe steht, es den Feinden zu verrathen? Oder wenn wir uns noch strenger an die Erzählung des Talmud halten, dass einer der ihrigen unvorsichtiger Weise sich entfernt habe, von den Feinden gesehen wurde und ihr Versteck entdeckt sei. Dadurch ist nun die Panik entstanden, bei der sie sich'im Innern der Höhle zusammendrängten und sich gegenseitig erdrückten. In beiden Fällen war der Umstand, dass einer der ihrigen solche den römischen caligis ähnliche Schuhe trug, die veranlassende Ursache, nicht aber dass sie sich mit diesen Schuhen zertraten, denn sie trugen im Allgemeinen dergleichen nicht, sonst hätte sie eine solche Fussspur nicht so erschrecken können. Die andere Relation erzählt wieder, nicht die Fussspur, sondern das Geklapper, der wuchtige Tritt dieser Schuhe, den sie von ausserhalb der Höhle vernommen hatten und der, wie wir hinzufügen müssen, von einem der ihrigen herrührte, erschreckte sie, da sie glaubten, ein Feind nahe sich und dadurch wurde die Panik hervorgerufen. Dabei ist es gleichgiltig, ob sie in einer Höhle oder in einer Synagoge versammelt waren. 6. Ganz in derselben Richtung bewegt sich die Relation des Jerusch. Nach der einen Ansicht sind die Frauen erschreckt worden durch den Anblick der mit glänzenden Nägeln beschlagenen Spitze der caligae. Vgl. oben, die speculatoria caliga beiSuet. Da der Hintergrund der Höhle gewohnlich tiefer liegt als der Eingang, so haben die Frauen zunächst nur die Schuhe und nicht den Träger gesehen und glaubten einen römischen Soldaten vor sich zu haben: שהיו רואות ראשו ומסילות. Nach der anderen Ansicht war es das Geräusch, dieser Schuhe, welches sie — in der Meinung es rühre vom Feinde her — so sehr erschreckt hätte. Immer waren die Schuhe, und zwar weil sie von einem Juden getragen wurden, die Urheber der Katastrophe, aber nicht etwa das Werkzeug, womit das Unglück geschah. 7. Erwägt man nun, dass es in Kriegszeiten an und für

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