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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 174

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 174 (sequence 177)
Language
German
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174 Da sich Nachmani veranlasst (Pentateuch-Commentar und ויכוח bei Wagenseil, Tela 24 ff. und ed. Steinschneider, Berlin 1860; letztere trotz der Benutzung von Mss. nicht correct, cf. H B. III, 44), eine andere Erklärung, wohl in messianisehem Sinne, aber dessen christliche Begründung widerlegend, zu geben. Zum Teil entgegen der gangbaren jüdischen Beweisführung meint er, nach dem Talmud soll die Weissagung sich nicht auf die Exilsfürsten beziehen, sondern eigentlich auf eine wirkliche Herrschaft über ganz Israel, und die Interpretation des Verses lautete demnach: ״Es soll das Scepter von Juda nicht übergehen auf einen anderen Stamm, solange ein Reich bestehen wird, soll die Königswürde bei Juda sein, bis ״sein Sohn“, der Messias kommt, der die Macht der Völker brechen wird.“1) Dafleissig eingelernt (cf. אינך מבין דין והלכה אלא מעט הגדות שהרגלת עצמך בהן: ויכוח) und deren Autorität Nachmani selbst nicht allzuschweren Herzens preisgegeben hätte, sodass Pablo ״strenggläubiger jüdisch als die Juden selbst“ war (Graetz VII, 133 und Loeb Controverse 34. Ueber die Autorität der Agada 8. Zunz GV. 2 240d und 414c f., Weiss’ דדו״ד V, 44 f. und weiter. יקהת (ג (gegen Raschi) von ״ קההstumpf, schwach machen“ abgeleitet; cf. schon Menachem Jg. 1890, 193 5. — Wie der Commentator Nachmani’s Isaak Aboab doch die Erklärung אסיפת עמים aufrecht erhalten wollte, ist uns nicht klar geworden. — Levi b. Abraham b. Chajim aus Villefranche, c. 1258—1306 (Graetz VII, 238 f.) giebt zwar in dem in Kobak’s Jeschurun, liebr. VIII, 11 und Ginse nistarot III, 139 abgedruckten Abschnitt aus seinem handschriftlich vorhandenen לוי ת חן an: פסוק לא יסור שבט מיהודה דרשנו בדברי הגאולה (aus Cod. Mon. 58, f. 31 d), ohne jedoch näher darauf einzugehen. Er bemerkt, dass mit diesem Satze viele, jedoch nicht wesentliche Dinge zusammenhingen, bei denen er sich als nicht zum Thema seines Buches gehörig (der vorliegende Abschnitt handelt ״Von ihrem Glauben und eine kurze Widerlegung ihrer Beweise“) nicht aufhalten wolle, und verweist auf eine besondere Abhandlung, die er ״der Erwiderung und der Widerlegung ihrer Worte“ gewidmet. Er hebt nur Eines hervor, dass sie bei ihrer eigenen Wohlfahrt nicht die Bekenner eines anderen Glaubens beachten, die bei Israel nicht in weltlicher 3!acht, welche das seelische Leben abtödtet, besteht, sondern in

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