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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 162

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 162 (sequence 165)
Language
German
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162 schelien, nicht er, sondern sein Vater verschuldet haben kann. Ebenso unhaltbar ist die Relation, die ihm ein hohes Alter, 103 Jahre, beilegt.1) An seinen! ],ebensende wurde er von der Eegierung verfolgt nnd. starb auf der Flucht in Penjafiel (1463), wo er neben dem berühmten Kabbalisten Lsak Gikatilia begraben wurde.2) -־״ Im Gegensetz zu seinen gerne schrifistellernden Landsleuten verfasste Campanton nur ein Werkehen,3) da die Thätigkeit seines Lebens von der praktischen Wirksamkeit vollauf in Anspruch genommen wurde. Er musste sich nämlich beim Ermangeln talmudisch vorgcbildetcr Schüler seine Jünger sozusagen erst aus der Kinderschule heraus holen, worauf schon der Lehrgang seiner nur für Anfänger berechneten talmudischen Methodologie hinweist. 0 Das hohe Lebensalter, das spätere Berichte E. Isak Campanton beilegen — Immanuel Abohab giebt dasselbe auf 103 Jahre an (bei Graetz VIII. 2. Aufl. 141), Josef Sambari, wahrscheinlich von Abohab beeinflusst, schreibt: והאריך ימים ושנים Anec. Oxon. 141 ist ans folgende Gründen stark anzuzweiflen. 1) Zacuto, der 0. personlich kannte und hoch verehrte, erwähnt mit keinem Worte das (hohe) Lebensalter desselben, was umso auffalenderer wäre, als Z. bald darauf das der 3 Schüler Campantons angiebt und sogar von Isak de Leon schreibt: וימת זקן בן שבעים שנה. (Juchasia p. 226). 2) C. hätte, so er im Jahre 1432 72 Jahre gezählt hat, auf der in Valladolid stattgefundenen Versammlung der Delegirten der Gemeinden und Notabeln in seiner Eigenschaft als Gaon zugegen sein müssen. In diesem Falle würde aber sein Name unter den Mit- Unterzeichnern des Statuts figuriren, was aber nicht der Fall ist. 3) Die Lehrtätigkeit C.s fällt, wie wir in folg. Seite Anm. 1 nachweisen, erst nach 1430 und es ist schwer anzunehmen, dass er diese erst in seinem Greisenalter aufgenommen habe. Wir vermuten, dass Im. Abohab eine Verschmelzung der Lebensalter von Vater und Sohn Campanton unterlaufen ist, da diese beiden מהר״י geschrieben wurden. Ob das mehr als eine Vermutung ist, konnten wir uns nicht überzeugen, weil das Buch Im. Abohabs uns unzugänglich war. 2) Secher Zaddik, 97 והחכם ר׳ יוסף נ׳ גקאטוליא הקבור בפינייהפול ושם קבור אצלו הרב ר׳ יצחק קנפנטון ז׳׳ל. Siehe auch Sefer Hakabbala Abr. b. Salomo p. 107: ושמעתי עליו (קאנפנטון) כשהיה נרדף מפני השרים שנשתטח על קבר הרב הגדול המקובל ה״ר יצחק גוקאטיליא u. s.w, 3) דרכי הגמרא, auch דרבי התלמוד genannt.

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