Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 164)
- Language
- German
- Belongs to
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161 Lebensverhältnisse fliesscn die Berichte nur spärlich und sind auch ungenau und unzuverlässig. Eine fanatische That wird ihm zugeschrieben,1) die, so sie überhaupt gedessen Wirksamkeit schreibt Kapsali in seinem 1525 verfassten Werke דבי אליהו p. 54: ויהי מן הגזרה ההיא [Tod Abulafias, Verfolgung in den Jahren 1891—92J רבו האנוסים בספרד כי רבים נאנסו ומאז מתו רוב חכמי ספרד ונתבטלו הישיבות ושמם העולם ונשתכחה התורה כמעט. זאת ועוד אחרת כי אף שחזרו ונתישבו רוב יושבי ספרד פנו אל החכמות החיצוניות...ויעזבו את התורה בקרן זוית ולא היה א׳ מעיר ושנים ממשפחה אשר היו עוסקים בתלמוד ... ויקם ד׳ מושיע לישראל את האשל הגדול מעוז ומגדל סיני ועוקר הרים אמיץ לבו בגבורים החכם הרב הגדול ר׳ יצחק קמפנטון ז״ל והחזיר העטרה ליושנה ולאיתנה ועשה תלמידים הרבה ועשה סייג לתורה ומגדולי תלמידיו וידידיו היו ארבע אשר מהם שתו כל העולם. Es sind dies Abohab, Isak de Leon, Josef Chajun und Simon Maimi; dann heisst es weiter: ומן ארבעתם יצאה תורה בספרד ובפורטוגאל ובמערב אל כל העולם אשר הלכו שם שם הלכה ברכה .לרגלם ולולי הם כלתה חררה ג) Die Erzählung Samuel Schullams, des ersten Herausgebers des Juchasin — auch editio Eilipososki p. 222 b enthalten - Isak Campanton haben den Philosophen Samuel Zarza ״wegen Leugnung der Weltschöpfung dem christlichen Inquisitionsgericht angezeigt und so dessen Verurtheilung zum Eeuertode veranlasst, ist insoweit sicher unrichtig, als Isak C., auch wem er, wie Immanuel Aboab behaupten will, 103 J. gelebt hat (S. folg. Anm.), doch erst in Mannesalter Zarzas [Sein Werk מקור חיים ist 1868 verfasst] das Licht der Welt erblickt haben kann. Hier kann aber eine Verwechslung des Isak Campanton mit seinem Vater R. Jakob stattgefunden haben, die um so leichter dem Referenten Schullams [ושמעתי שהרב הגדול כמה״ר יצחק קגפאנטון היה סבה לשרפת זה האיש (שמואל סרסא)] unterlief, als die Abbreviatur der Namen von Vater und Sohn eine gleichlautende מהר״י war, nach welcher ja immer die Gelehrten genannt und geschrieben werden. Dass schon im vierzehnten Jahrhundert wegen der dem Ohristenthum und Judenthum gemeinsamen Grundprineipien, wie z. B. der Weltschöpfung, auch Juden vor das Inquisitionsgericht gezogen werden pflegten, beweist das im Hechaluz I Aufl. II. p. 21 mitgeteilte Statut aus dem Jahre 1369 der Gemeinden Aragoniens, des Vaterlandes Zarzas. Die in der Revue d’anthropologie [Tom IV (1889) Paris] enthaltene Abhandlung über Samuel Zarza von S. Reinach beleuchtet so manchen Punkt aus d. Leben dieses Philosophen, ist aber nicht im stände, uns über dessen Todesart sicheren Aufschluss zu gewähren,