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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 139

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 139 (sequence 142)
Language
German
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139 Schulmischna, wie am bobajomtage, wie bei der Gestaltung der Kodoschim und Toharot) die Geister erregte, man das betreffende Gebiet wohl lediglich streifte, aber nicht erschöpfend zu behandeln begann. Bei Nesikin konnte dies nur im Mischpatimabschnitte des Exodus geschehen, nur da lässt sich der Beweis führen, während an allen anderen Stellen der Thora die Nesikin mit anderen Satzungen vermischt sind. Ich bin zum Nachweise bereit, dass diese Mischna's nicht aus B. K, stammen, sondern andere Ausgangspunkte haben. Einen Hauptbeweis für unsere Ansicht hat Rez. selbst geführt. ״Das seltene Vorkommen von B. S. und B. H. in Nesikin kann vielleicht darin seinen Grund haben, dass die Controversen dieser Schulen vorzüglich in der erschwerenden Richtung der B. S. und in den Erleichterungen der B. II. ihren Grund hatten, während bei Dine Mammonot jedesmal was für den Einen erleichternd, für den Anderen erschwerend ist.u Nun, wenn sie hier nichts zu streiten hatten, so haben sie das Gebiet nicht mischnisch behandelt, auch dazu keine Veranlassung gehabt, indem der Midrasch ja die Halacha enthielt.1) Was nun meinen Nachweis anbetrifft, dass bo bajom die Weisen sich vorzüglich mit Toharot, danach erst mit Kodoschim, weit weniger mit anderen Gebieten und mit Nesikin gar nicht gestaltend befasst haben, so weise ich auf die Theile meines Buches hin, wo ich das Hervorgehen des Seder Naschim aus Toharot, Kodoschim und Seraim, aus dem Begriffe der Heiligkeit, Reinheit, nicht etwa das Mein und Dein, nachweise. Die Schulmischna der ß. S. und B. H. spricht nicht dagegen, denn der Streit zwischen R. Gamaliel und R. Josua drängte, wie Ber. 28a beweist, zur schnellen Zeugnissabnahme auch über diese streitige Halachoth. Die Nichterwähnung eines ganzen grossen Gel) Wenn man einmal den Midrasch in Halachaform umgeändert, so ist man nicht auf halbem Wege stehen geblieben! (Red.).

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