Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 143)
- Language
- German
- Belongs to
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140 biets wie Nesikin für einen Zufall anzusehen, heisst zugleich zugeben, dass dieser Zufall sich alle erdenkliche Mühe gegeben hat, unsere Behauptungen zu bestätigen. Weshalb soll man Edujot zu solchen Nachrichten nicht benutzen? Weil ausser den ,מקולי כו darin sich 100 Halachoth finden und es nur eine Auswahl von Satzungen ist? Als Auswahl habe ich es in meiner Schrift ebenfalls behandelt. Aber es wäre eine schlechte Auswahl, wenn nicht alle Gebiete, die damals behandelt wurden, mindestens darin gestreift worden wären. Und soll ich eine schlechte Auswähl dem Ordner zumuthen, wo ich ihm ohne Zwang die edelsten Ziele zugestehen kann! Kommt in Ed. Nichts von Nesikin vor,1) so waren dieselben mischnisch (ausser der Midrasch- und Tekanaform) nicht vorhanden. Ich bin, wie schon angedeutet, zu allen weiteren Erörterungen gerne bereit, und es kann für mich zeugen, wenn ich die Akten nöthigenfalls nicht geschlossen wünsche. Der Gegenstand, die Grundlage der Halacha, ist wichtig genug, um den Zielen dieser Zeitschrift gemäss zu entsprechen. Wo Jeder die Wahrheit sucht, heisst es את ׳ .והב בסוסה Dr. Ludwig A. ßosenthal, Rabbiner zu Rogasen. ן) Das Fehlen von Nesikin-Mischnajot in Edijot erklärt sich auch daraus, dass dieser Traktat in Seder-Nesikin steht. Rabbi, der die letzte Auswahl getroffen (vgl. die erste Misclma S. 50), wollte nicht in demselben Seder eine Misclma zweimal lehren. Deshalb ist auch Edijot II, 3 nicht in einen anderen Nisikin-Tr. wiederholt. Deshalb steht auch von Sanhedrin, Ab. sara und Horiot nichts in Edijot. (Anm. der Red.)