Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 139)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Schoeba- und Biccurimfeste vergleichen, eine ziemlich wahrscheinliche; ebenso wahrscheinlich, wie dass einst die Mischna über die beiden Vögel des Mezora unweit der Stelle über die beiden Seirim des Jom Kippur sich befunden hat. Auch Erachin werden Sie aus dieser Verbindung nicht fortrücken; die an Succa anklingenden Sätze, die den ganzen Sifra und einen Theil von Numeri umfassenden En pochassin in Verbindung mit dem Jobei dem Erbfelde der nächsten Merksatzreihe gestatten nur die Erklärung durch den Seder Mikra. Haben Sie selbst es in der ״Einleitung in die hal. Midr.“ nicht im Sinne des Scherirabriefes ausgesprochen, die Schriftordnung müsse die älteste1) gewesen sein? Ist es nun so selten, dass ich die sonderbarsten Mischnagefüge dadurch wie mit einem Schlage erkläre? Dass Sie sich ״damit nicht befreunden können“ bietet doch keinen Gegenbeweis, mir aber giebt das die Gewissheit, dass ich damit etwas Neues aufgestellt habe. Und dass ״das Neue nicht gut sei“, kann dem Beurtheiler doch nicht auf seine Versicherung geglaubt werden. Es handelt sich hier um eine ״sehr komplizierte Untersuchung“, wie Sie meine Darlegung (gewiss doch nicht in tadelndem Sinne) nennen. Dieselbe liegt vor Ihnen, aus einer Masse von Einzelnachweisen bestehend. Der Gegenstand ist wichtig genug, um im Einzelnen, durch Auflösung einzelner Glieder dieser Kette, widerlegt zu werden. Gerade Sota 7 etc. bewährt sich die Schrift- Ordnung am besten, und es hat bisher noch Niemand ein Misstrauen gegen die Worte und Versicherungen des Tannaiten gesehen, wenn man ihm, wie es die Tossafisten und der Talmud selbst gethan, ausser den halachischen noch Seder-Mikra-Beziehungen zutraute. Was sich in so vielen Fällen bewährt, dass (wie ich nachweisen könnte und auf Verlangen gern nachweisen werde) ganze Traktate darauf beruhen, das kann nicht mit dem Ausdrucke ״wenig einleuchtend“, ״gesucht“ etc. kurzer Hand beseitigt werden. *" *) Im Midrasch, aber nicht in der Mischna I (Anm. der Red,)