Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 138)
- Language
- German
- Belongs to
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135 Damithaben Sie drei Hauptpunkte bekräftigt, welche den wesentlichen Inhalt meiner beiden Theile ausmachen. Das Zugeständniss bezüglich der gegensadduzäischen Urmischna liess sich nicht völlig zurücknehmen; mehr, als ״zur Forschung anregen“ kann überhaupt kein Forscher auf diesem Gebiete und mehr darf er nicht wollen, wenn er den Ehrennamen des Forschers bewahren will. Und wenn ״nicht gerade alle Gründe für eine Sache nicht stichhaltig sind“, so sind verschiedene davon stichhaltig. Der Satz ״dass Kinnin dem R. Josua angehöre“, ist aber weder eine Stütze für meine Ansicht, noch das Gegentheil, so wenig der Satz ״dass ß. Simon aus Mizpa Joma gelernt habe“ mehr besagt, als dass er etwas Vorhandenes halachisch gestaltet habe. Ich könnte, da ich meine Aufstellungen nur für mehr oder weniger wahrscheinliche Vermuthungen ausgegeben habe, mit diesem Kerne Ihres Urtheils zufrieden sein. Sind die edlen Theile eines Körpers lebensfähig, so mögen andere immerhin fortgeschnitten werden; das Ganze kann nicht mehr daran zu Grunde gehen. Was eine gegensadduzäische Urmischna nun anbelangt, so wird Dr. Hoffmann trotz meiner ״kühnen Hypothese über צבועים“ die Gleichheit der Farbentöne nicht verwischen, und die Stellen in Sota und Nasir, die sich nach meinem eigenen Geständniss nicht ersichtlich mit dem sadduzäischen Kampfe erklären lassen, bieten auch keine derart1) zusammhängenden Schilderungen, haben also mit der nächsten Schicht ihre Entstehung gefunden. Dass ich aus der ״Schriftordnung“ die Aufeinanderfolge nicht nur dieser, sondern auch vieler anderen Theile erklärt habe, scheint im Allgemeinen Dr. H.’s Zustimmung nicht gefunden zu haben. Dass die Omerstelle einst im Moedseder gestanden, ist allerdings, wie alles Andere, eine Hypothese, aber, wenn Sie die Schilderung mit dem *) Warum nicht? I (Eed.)