Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 132)
- Language
- German
- Belongs to
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129 dass selbst Skeptiker die Ursache der That einsehen mussten. Es heisst darüber in Sifri Num. § 48 a Friedm. נם שלישי... בשביל ד,חקרנים שלא יהו אומרים לא היתד, שם מוטאה In b. Sanh. 82h fehlt das Wort חקרנים; in j. Sanh. X, 28d 69 u. Num. r. c. 20 Ende steht dafür נוקרנין; in Jalk. 771 § בלק Ende נקרבין, corrumpirt aus נקרנין; in Tanch. I 21 § בלק p. 179 Lublin u. Tanch. II das. § 30, II] p. 75 ßuber höchst widersinnig ישראל. Man hat also in späterer Zeit חקרנים nicht mehr verstanden; daher die artigen Ungereimtheiten oder gar Auslassungen. Es ist klar, dass sämmtliche Varianten auf einen Archetypus zurückzuführen sind u. z. auf חקרנים, woraus נוקרניס in der Weise entstanden ist, dass die beiden Schenkel des ח in die Buchstaben נו getrennt wurden; so hatte man wenigstens eine nothdürftige Etymologie für das Wort in Bereitschaft. So wenig wie die heutigen Lexicographen, so wenig dachten auch die mehr oder minder gebildeten Copisten der dunklen Jahrhunderte an die Möglichkeit, dass sich in dieser Legende ein versteckter Angriff auf die antipharisäische Partei berge, sie suchten also dem unverstandenen Worte den Garaus zu machen. Zum Glücke ist ihnen die Verstümmelung des Textes nicht ganz gelungen; in dem weniger gelesenen Sifri hat sich die ursprüngliche LA. erhalten. Im Sifri, im Babli und im Jeruschalmi wird die Erzählung eingeleitet durch die Worte: התירו פרושים את הדבר: also Pharisäer im Gegensatze zu den Akrahelden, חקרנים. Die Quellen bestreben sich also durchaus nicht, das Kolorit der mosaischen Zeit, in der der Held der Legende, Pinechas, lebte, zu bewahren; wir sind inmitten der Parteifehden der Pharisäer und der Hellenenfreunde versetzt: Pinechas ist nicht der Eiferer, sondern die Eiferer, sein Feind Simri wahrscheinlich Typus der wollüstigen griechischen Offiziere, die es verstehen, jüdische Jungfrauen an sich zu locken, wie es geschehen mit Mirjam aus dem Priestergeschlecht Bilga. Für diese Auffassung von חקרנים sprechen auch andere Stellen. Aruch zitirt aus Jelamdenu Anf. den Satz: שלא