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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 106 (sequence 109)
Language
German
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106 Licht. Wir beschränken uns hier auf die Vorführung einiger wichtiger Beispiele. Lev־, r. c. 7, Pesikta 61a Buber, Pesikta r. c. 17 p. 31b Friedm., Jalkut I § 479. § 647. § 777 heisst es: משל למלך שהיה מהלך במדבר הגיע לבורגן הראשון ואכל שם ושתה שם הגיע לבורגן השני אכל שם ושתה שם ולן שם. Der Midrasch will den König sicherlich nicht in einer ״Einliegerhütte“ abgestiegen sein lassen. Der Midrasch hat vor einem römischen Machthaber — und von einem solchen ist hier die Rede — einen viel zu grossen Respekt, als dass er ihm so etwas zumuthen könnte. Natürlich sind hier die römischen Grenzfestungen gemeint, in denen der Imperator oder sonst ein hoher Herr aut der Reise Unterkunft findet; ja, die Zahlenbestimmung השני ,הראשון hört sich sogar an, als ob wir die Numerirung der römischen Militärstationen vernehmen würden; man denke nur einmal an die numerirten römischen Stationen in der grossen Wüste zwischen Palmyra und der Dekapolis, oder an die Reihe von Thiirmen und Schutzwachen von Laodicea ad Libanon bis Palmyra (Pauly> Realencyclopädie IV, 763) und man wird den feinen Takt des Midrasch sofort herausfühlen. In T. Erubin VI, 8 p. 145 lesen wir: אמר ר' שמעון יכול׳ אני שיהו עולין טטבריא לצסורי ומצור לצידון מפני מערות ומגדלות שביניהם. Was sind das nur für Thürme zwischen Tiberias und Sepphoris, zwischen Tyrus und Sidon? Die Parallelstelle in j. Erub. V 22b, 65 giebt uns hierüber Aufschluss; statt מגדלות heisst es hier בורגנין, es sind also wiederum die befestigten Stationen der römischen Legionen gemeint, und wir besitzen in dieser Nachricht eine Quelle ersten Ranges über das Wesen der Römerherrschaft in Palästina. Denn nicht überall konnte man längs der Heeresstrasse Thürme und Burgen sehen, der Talmud sagt es ausdrücklich, dass es in Babylonien keine Burgen gegeben habe: b. Erub. 21a אין בורגנין בבבל, wohl aus dem Grunde, weil Babylon nicht das Glück hatte, von Römern beherrscht zu werden; auch gab es nach derselben Quelle im Auslande, d. i.

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