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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 74

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 74 (sequence 77)
Language
German
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74 welche den Genuss gesundheitswidriger Nahrungsmittel verhüten sollte. Ihn Esra zu Lev. 19, 22 drückt sich folgendennassen aus: ״Lies wird als bekannt voräusgesetzt, dass die in den ersten drei Jahren kommende Frucht des Baumes nicht nur keinen Yortheil bringt, sondern auch nachtheilig auf den Körper wirkt, sowie etwa ein Fisch, der keine Schuppen und Flossen hat.“ Ibn Esra will mit diesem angeführten Beispiele sagen, dass diese Arten von Fischen auch aus bekannten Gesundheitsrücksichten verboten worden seien. Nachmanides in seinem Pentateuch-Commentar zur selben Stelle giebt zuerst die Ursache des Gebotes an, nach welchem man den Ertrag der Fruchtbäume im vierten Jahre ihrer Pflanzung (נטע רבעי) nach Jerusalem zu führen verpflichtet war. Er drückt sich ungefähr wie folgt aus. Da es unangemessen ist, die Früchte der ersten drei Jahre Gott darzubringen, weil die Bäume in der ersten Zeit nur sehr wenig Früchte tragen, welche noch überdies nicht schmackhaft und duftig genug sind, so wartet man deshalb bis zum vierten Jahre und man geniesst nicht eher davon bis man die Früchte, welche nun im vierten Jahre durch ihre Güte schon präsentirbar sind, geweiht, nach der heiligen Stätte vor Gott bringt, um sie da zu verzehren und den Namen des Herrn dafür zu lobpreisen. In Wahrheit aber, fügt Nachmanides schliesslich noch hinzu, ist der Genuss derjenigen Früchte, welche die Bäume in der ersten Zeit nach ihrer Pflanzung tragen, dem Körper eben so nachtheilig, wie z. B. ein Fisch, der keine Schuppen hat, und wie überhaupt alle von der Schrift verbotenen Speisen sich als der Gesundheit schädlich erweisen. Um die Verbote des Zusammensäens zweierlei Samens (״Kilajim“, Lev. 19, 19; Deut. 22, 9) zu erklären, beruft sich Main!, wieder auf seine Hauptquelle, ״die Agricultur der Nabathäer.“ In letzterer, sagt M., ist das Säen gemischter Arten, welches mit abscheulicher Unzucht, Processionen und Räucherungen verbunden war, empfohlen

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