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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 69

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 69 (sequence 72)
Language
German
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69 am von der Zauberei uns noch mehr zu entfernen; denn diese heidnischen Sitten, sagt M., sind nichts als ein Zweig der Zauberei und führen uns zu Zauberkünsten, ,welche nothwendig Bezug auf die Gestirne haben und so uns zur Verherrlichung und Anbetung derselben bringen. Der Ausspruch des Talmuds aber: ״Alles, was sich auf die Heilkunst bezieht, ist nicht als Sitte der Emoriter zu betrachten“,77) welcher den heidnischen Geheimmitteln Kon- Zessionen zu machen scheint, erklärt M. damit, dass unter dem Ausdrucke ״Alles was sich auf die Heilkunst bezieht“ nur diejenigen Mittel zu verstehen seien, die sich entweder durch die Vernunft und die Natur rechtfertigen lassen, oder in der Praxis sich als wirkliche Heilmittel erwiesen haben, wenn sie auch durch die Vernunft nicht erklärt werden können und bloss durch die Erfahrung bewährt sind. Nur solche sind vom Talmud erlaubt, andere nicht. Das Verbot, das Haupthaar ringsumher zu bescheren und die Ecken des Bartes zu zerstören (Levit. 19, 27), begründet M. damit, dass es eine Sitte der Götzenpriester war, aus welchem Grunde auch das Schaatnes (ein von Wolle und Linnen zusammengewebtes Zeug) verboten wurde (Lev. 19, 19; Deut. 22, 11), da die Götzenpriester solche Kleider zu tragen pflegten. In diesen Kleidern haben alle drei Naturreiche vertreten sein müssen, das Thierreich durch die Wolle, das Pflanzenreich durch das Linnen, das Mineralreich durch einen Metallring, der dabei war, und so zusammen, mit dem Sterncult in enger Beziehung standen. Ibn Esra giebt in seinem Pentateuch-Commentar (zu Lev. 19,27) für das erstere Verbot zwei Gründe an, von denen der eine der ist, dass wir uns nicht des von der Natur uns verliehenen Haarschmucks berauben sollen. Beim Verbote des Schaatnes sagt Ibn Esra (ibid. 19, 19), dass dasselbe ähnlich wie die Schaufäden, die Mesusa, die יי) In Sabbath 67a: ״כל דבר שיש בו משום רפואה אין בו משום דרכי האמורי".

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