Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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54 der Ssabier und ihre einzelnen Verordnungen, ihre Festtage, Opfer und Gebete und dergleichen andere Dinge, welche zur Religion der Ssabier gehören. Chwolson theilt diese Quellen in folgende 4 Classen ein (Ueber die Ssabier ßd. 1. S. 697): 1) Nabathäische Schriften, d. h. Werke, die von heidnischen Babyloniern verfasst wurden und mehr oder minder auf den heidnischen Kultus in Babylonien Bezug haben; 2) Werke astrologischen und magischen Inhalts, welche entweder aus dem Indischen übersetzt, oder wenigstens nach dem Muster gewisser indischer Schriften des angegebenen Inhalts bearbeitet worden sind; 3) Pseudepigraphen und auch sonst gewisse Schriften, welche unter den Mohamedanern kursirten und die von Zauberei, Talismanen, Divination und dergleichen anderen Dingen handelten; 4) Schriften, welche von harranischen Ssabiern über die Religion und den Kultus derselben verfasst wurden. Chwolson bespricht ausführlich diese verschiedenen Classen von Quellen und beginnt mit der auch für uns wichtigsten Quelle des Maimonides, dem Buche über die Agricultur der Nabathäer, welches ursprünglich in nabathäischer Sprache abgefasst und im Jahre 904 von Ibn Wa'hschijah el-Kasdani in’s Arabische übersetzt wurde. Folgendes ist das Resultat seiner Untersuchungen, welche die Bestimmung des Begriffes „Nabathäer66, die Characteristik des Inhalts der Agricultura Nabathaeorum und die Abfassungszeit der letzteren zum Gegenstände haben. Betreff des Namens „Nabathäer66 behauptet Chwolson mit Quatremere, der eine Abhandlung über die Nabathäer schrieb (im Nouv. Journ. Asiat, t. XV, 1835), dass dieselben keine Araber gewesen seien, wie es mehrere Gelehrte irrthümlich meinen, die sich von ungenauen Berichten