Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 56)
- Language
- German
- Belongs to
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53 thum überhaupt. Was sich aber M. eigentlich unter Heidenthum dachte, geht aus mehreren Stellen seiner verschiedenen Schriften hervor. Nach diesen besteht das Heiden thum in der Verehrung der Gestirne und in der Verfertigung der Bilder, die nach der Form der Gestirne gemacht worden sind, welches auch die Anschauung der alten Rabbinen ist. Ferner ist nach ihnen, wie vorzugsweise nach Maimonides, jede Art von Zauberei, Magie, Divination, Wolkendeutung, Todten- und Schlangenbeschwörung, Gespensterbefragung, Zeichendeutung, Geisterbannung und dergleichen ähnliche Dinge ein wesentlicher Bestandtheil des Heidenthums und des Götzendienstes und mit demselben ganz identisch, weil sie den Kern desselben ausmachen und sich aus dem heidnischen Glauben an den Einfluss der Gestirne und die Fähigkeit der Bilder, die Kräfte derselben herabzuziehen, entwickelt hätten. (More III, 29, 37 und im Mischna-Commentar des M. Tractat Aboda Sara IV, 7.) B. Was nun die Quellen, aus denen M. schöpfte, angeht, so giebt er sie selbst an (More III, 29) und zwar: 1) Die Agricultur der Nabathäer; 2) Stomachos, fälschlich dem Aristoteles beigelegt; die Bücher über Talismane, zu welchen 3) das Buch Thomthom und 4) das Buch Haschrab gehören; 5) Das Buch „von den Graden der Sphären und den Himmelszeichen, die bei jedem Grade zum Vorschein kommen“, 6) wieder ein Buch über Talismane, welches ebenfalls dem Aristoteles zugeschrieben wird; 7) Ein Buch, welches man Hermes beilegt; 8) Ein Buch des Ssabiers Js’haq über die Verteidigung der eligion der Ssabier; 9) desselben grosses Werk: „Ueber die Gebräuche