Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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52 V. Abschnitt. Die religionsgeschichtlichen Quellen des Maimonides. Da wir nun gesehen haben, dass M. sehr grosses Gewicht auf die Kenntniss der vom Ssabismus handelnden Schriften legt, insofern uns dieselben einen vortrefflichen Einblick in den Sinn vieler mos. Gesetze gewähren, so ist es für uns von Wichtigkeit, folgende Punkte ins Klare zu setzen: A) Was Maimonides unter Ssabier und Ssabismus verstand; B) aus welchen Quellen er seine Berichte über letztere geschöpft hat; 0) in welche Zeit die Abfassung dieser Quellen fällt, was hier besonders in Betracht kommt, da davon die Haltbarkeit der Maimonidischen Hypothese ganz abhängt. Ueber alle diese Punkte giebt uns Chwolson in seinem umfangreichen Werke „die Ssabier und der Ssabismus“ (in 2 Bänden St. Petersburg, 1856) ausführlichen Bescheid, aus welchem ich folgende Endresultate mittheile. A. Chwolson (das. Bd. I S. 692) weist nach, dass M. unter Ssabier nicht die eigentlichen verstanden habe, welche nach ersterem keine anderen seien, als die Vorfahren der heutigen Mendaiten, welche wie diese im Nordosten Arabiens wohnten, ferner die Harranier, welche im nördlichen Mesopotamien ihre Wohnsitze hatten und Ueberreste der altsyrischen Heiden des Landes waren (das. S. 104 ff.; 139), sondern wie die übrigen jüngeren mohamedanischen Schriftsteller verstand auch Maimonides unter Ssabiern fast dasselbe, was man heutzutage unter Heiden im ausgedehntesten Sinne des Wortes versteht, und natürlich begriff er auch unter Ssabismus Heiden-