Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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22 Lobeserhebungen über unseren Autor, sondern verschweigt auch nicht einen weniger schmeichelhaften Charakterzug, der besonders in seinen Schriften wahrzunehmen sei. מ Gegen seine sonst edle Gesinnung und sein gesetztes Wesen Statt oLaÄkJt (so nach der Oxforder Handschrift bei Stein- Schneider) heisst es bei^Derenbourg (nach einer Copie aus dem Petersburger Codex) was nur in gezwungener Weise die Bedeutung von ״rdsumes“ haben kann, während ein eigentlicher Terminus dafür ist. — Sowohl Steinschneider als Derenbourg bezogen die Worte oLwca^ä+jlj auf das vorhergehende und sahen also hierin Werke Ibn Bal‘äms, nur hielt St. die aL^Xß/0 für ein Synonymum der oLa^Lo und übersetzte: auctor epitomarum prestantium et compendiorum egregiorum — nachdem er früher (im Hechälüz II S. 62) irrtümlich die Worte ,״ |1גä^JLj ׳^it ׳^OUJt als den Titel eines reichhaltigen, aber kurz gefassten Buches poetischen Inhalts autgefasst hatte ־־־, während Derenbourg dasselbe Wort durch ״recueils de poesies“ übersetzt. Dieser Auffassung steht aber, abgesehen von der Zusammenhangslosigkeit, die sich für die mit ^5$ beginnenden Sätze ergeben würde, das in denselben viermal vorkommende Suffix l£, welches doch auf ein vorhergehendes Nomen bezogen werden muss, durchaus entgegen. Da nun diese Suffixe sich augenscheinlich auf beziehen, so lässt es der Sinn nicht zu, in den letzteren Werke Ibn BaPäms zu sehen, da dieser doch unmöglich in seine Werke zuerst unbrauchbare und überflüssige Dinge aufgenommen hätte, um sie nachher auszuscheiden und zu verwerfen! Wir glauben daher, dass mit ein neuer Satz beginnt, dessen Verbum ^5^ ist, und zwar bedeutet jenes Wort gerade das Gegenteil vom vorhergehenden oUaÄJLJ^ nämlich ausführliche und breit angelegte Werke (da die VIII. Form von auch ״parier d’abondance, sAtendre avec complaisance sur un sujet“ bedeutet (vgl. Cherbonneau, Dietionnaire arabe-frangais, s. v.). Nach unserer Auffassung erhalten auch die Worte (j*Lüt einen passenderen Sinn, nämlich: selbst aus den an und für sich vortrefflichen (ä-UaIJ() und verbreiteten Werken wählte er nur das Allerwichtigste