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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 20

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 20 (sequence 23)
Language
German
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20 weiter sehen werden, am allerwenigsten berechtigt sind. Das Eine ist also bewiesen, dass Ibn Bal'äm eine der ersten seiner Schriften nicht vor dem Tode Ibn Jaschhschs verfasst hat; dass aber auch dieser unseren Autor gekannt und citiert hätte, ׳—־ das ist noch zu beweisen, oder vielmehr, weil auf chronologische Widersprüche stossend, ganz zurückzuweisen28). Von den Lebensverhältnissen unseres Autors teilt uns Moses Ibn Esra nur noch mit, dass er in seiner letzten Lebenszeit der ״Rechtswissenschaft“, d. h. der eigentlichen Theologie oblag29). Ob darunter die Bekleidung eines diesbezüglichen Amtes oder bloss die überwiegende wissenschaftliche Beschäftigung gegenüber den vorhergegangenen grammatisch-exegetischen Studien gemeint ist, lässt sich nicht ermitteln. Eben so wenig vermögen wir die am Schlüsse der ״Verba Denominativa“ als Entschuldigungsgrund für die etwaigen Lücken dieser Schrift erwähnte 28) Die Vermutung liegt nahe, dass jene Fragmente zum Kit abal־Muwäsana des jüngeren Abu Ibrahim Ibn Barün gehören, aus welchem Neubauer gleichfalls in der Petersburger Bibliothek zwei Fragmente aufgefunden und Derenbourg lnitgeteilt hat (s. Opuscules p. XLVI—XLVII Anm.), da auch in einem der letzteren eine unserem Autor nicht ganz freundliche Tendenz zu merken ist. Wir lassen es dennoch dahingestellt bleiben, da Neubauer wohl nicht ohne Grund die Fragmente zwei verschiedenen Autoren zugeschrieben hat. Wir hoffen, dass der gelehrte Bibliothekar der hebräischarabischen Abteilung der Petersburger Bibliothek, Herr Dr. Harkavy, dessen Aufmerksamkeit wir bereits im Hacköker S. 116 auf diese Fragmente zu lenken versucht haben, uns befriedigenden Aufschluss über die Autorschaft derselben geben wird. 29) tj+G. ^b *ääX*Jl. Diese Worte sind keineswegs so zu verstehen, als ob er vorher den talmudischen Studien fremd gewesen wäre (vgl. Derenbourg, B,. d. E. J., XVII, p. 178 n. 3.), da schon seine ersten Schriften eine Belesenheit und eine gründliche Kenntnis des Talmuds bezeugen. S. z. B. Partikelbuch Artt.: ,אם פן ,על ,מאד ,כה ,אן* Als Produkt dieser letzten Periode seines Lebens ist wohl sein verloren gegangenes Werk ״über die, Wunder der Thora“ (s. unten Abschnitt II, 4) anzusehen.

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