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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 15

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 15 (sequence 18)
Language
German
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15 gewissen, seit der Blütezeit Ibn Bahäms damals schon verflossenen Zeitraum voraus. Andererseits können wir aber die Blütezeit unseres Autors nicht über die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts hinaufschieben. Der gesamte Charakter seiner Schriften lässt ihn als Nachfolger Abulwalids deutlich erkennen. Seine Werke sind so sehr vom Geiste und der Methode Abulwalids durchdrungen und von dessen Ansichten, in denen er oft mit ihm bis auf den Ausdruck übereinstimmt, erfüllt12), dass wir von vornherein nicht daran zweifeln können, dass sie sämtlich aus einer Zeit stammen, wo die wissenschaftliche Thätigkeit Abulwalids völlig abgeschlossen war. Aber ausser ihrem allgemeinen Charakter bezeugen die in denselben angeführten Autorennamen ihre nachabulwalidische Entstehungszeit. Nicht nur Abulwalids selbst wird oft in denselben als eines Verstorbenen, d. h. mit der Formel but oder נ״ע (= *bl gedacht, sondern in gleicher Weise werden auch Samuel und Joseph Ibn Nagdelä erwähnt, von denen der erstere im J. 1055 und der letztere am Ende des Jahres 1066 starb13), Aus der Stelle, in welcher letzterer vorkommt, scheint sogar hervorzugehen, dass zwischen ihm und unserem Autor, ' während dieser sein betreffendes Werk schrieb, ein bedeutenderer zeitlicher Abstand gelegen hat14). Einen anderen Anhaltspunkt zur Bestimmung der Lebensvon זקן statt חכם lässt sich unseres Wissens bei Ibn Esra nirgends sonst nachweisen, und ausserdem liegt kein besonderer Grund vor, das Wort זקני nicht im eigentlichen Sinne zu erklären. 1a) Bestätigungen hierfür finden sich an verschiedenen Stellen dieser Abhandlung. 13) Vgl. Steinschneider, ibid. p. 1293. — Aus der, bei Gelegenheit der Anführung einer freisinnigen Auslegung von Moses Ibn Gikatilla diesem Namen beigefügten Gebetformel: &Ui *;.c. aJ (Commentar zu Jesaja LX,12, K. d. E. J. XXIII p. 220) scheint hervorzugehen, dass I. B. auch nach Gikatillas Tode, der etwa ums J. 1080 erfolgte, geschrieben hat. 14) Diese Stelle ist im Pentateuch-Commentar zu Num. XXII, 7

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