Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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14 angesehenen Familie aus Toledo stammte und später — aus unbestimmten Gründen* * 8) — nach Sevilla übersiedelte9). Aber auch diese Quelle schweigt über das Geburts- und Sterbejahr unseres Autors. Doch können wir durch Combination aller hierfür vorhandenen Anhaltspunkte, besonders durch volle Berücksichtigung der von ihm citiertcn Autoren seine Lebenszeit bis auf einen gewissen Grad mit Sicherheit bestimmen. Die Thatsache, dass Abraham Ibn Esra in seinem im . Jahre 1140 geschriebenen ״Sefer Mösnajim“10) unseren Autor unter den ältesten Autoritäten der hebräischen Sprachwissenschaft (11(זקני לשון הקודש) anführt, setzt einen merksam, dass der Name בלעם nach dem arabischen!•L*L und nicht wie im Hebräischen auszusprechen und zu transcribieren ist. 8) Es sei hier die Vermutung ausgesprochen, dass die Uebersiedelung im Jahre 1085, in welchem Toledo von den Christen erobert wurde, stattgefunden habe, da er als Jude von den neuen Herrschern Schlimmes zu befürchten hätte. Aus ähnlichen Gründen hatte auch sein Vorgänger Abulwalid seine Vaterstadt Cordova verlassen müssen (vgl. Munk, Notice sur Ahulwalid, p. 75 ff.). 3^־0 (9 qJ Läj Ly'j. S. Steinschneider, Catalogus libr. Hebr. in Bodl. p. 1293 (wo die ersten Worte fehlen) und Derenbourg, R. d. E. J., XVII, p. 176. — Abraham I. E. erwähnt letzteren Umstand nicht, weil er in seinem Verzeichnisse gewöhnlich nur den Geburtsort der Autoren angiebt, vgl. z. B. Chajjüg und Ibn Ganäch. — Nach Steinschneiders Vermutung (ibid. p. 1294) ist auch der vom Karäer Aron b. Elijahu aus Nicomedia in seinem Pentateuch-Commentar בתר כהונה ohne Beinamen citierte ״Jehuda der Toledaner“ (ד׳ יהודה טוליטולי) mit unserem Autor identisch. 10) S. Bacher, A. I. E. als Grammatiker S. 3. u) Harkavy (Studien u. Mittheilungen aus d. kaiserl. Bibliotek zu S. Petersburg, V. Teil, Heft 1, Petersb. 1891, S. 1 Anm. 1) erklärt diese Worte im Sinne des arabischen ״Sprachlehrer“ oder ״die hervorragendsten Sprachgelehrten“. Diese Bedeutung kann auch durch die talmudische Auffassung von זקן in Lev. XIX, 32: אין זקן אלא חכם (Kidüschin 32b) belegt werden; allein der Gebrauch