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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 13

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 13 (sequence 16)
Language
German
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13 sprechen scheinen4), schon der gerade und ernste Character unseres Autors eine solche Annahme unzulässig machte. An keiner Stelle wird seiner Lehrer Erwähnung gethan, und mit Ausnahme eines einzigen, Moses Ibn Gikatilla5), wird auch keiner seiner Zeitgenossen bei Namen genannt, sondern in unbestimmten Formeln, wie ״unser Zeitgenosse,״ ״der Gelehrte unseres Zeitalters, der das Buch Koheleth commentierte״ ,״einer der grössten Dichter unserer Zeit״ und dgl., angeführt6). Bei solchem Mangel an biographischen Angaben kann an eine Lebensbeschreibung unseres Autors nicht gedacht werden. Was wir über sein Leben mit Sicherheit wissen, beschränkt sich nur auf das Wenige, was uns Moses Ibn Esra in seiner Poetik (by'tJuJ^ ) über ihn gelegentlich mitteilt, Aus dieser Quelle — und zum Teil auch aus dem unseren Autor betreffenden kurzen Passus in Abraham Ibn Esras Verzeichnisse der ״Aeitesten der hebräischen Sprache7״) — erfahren wir, dass er aus einer 4) So die Worte: שחברתי לך כל מה שבקשת ממני (am Anfang des ״Partikelbuches“), ולא נעלם ממך יגיעת קבוץ וכר (am Schlüsse der ״Verba Denom.“), שמח בכל מה שזכרתי (am Schl, des ״Tagnis“) und besonders die in der vorigen Note angeführten Worte. 5) S. weiter unten. ö) S. Hachöker S. 128. 7) S. oben S. 6—7. Dieser Passus lautet: ורבי יהודה הנקרא בן בלעם ספרדי ממדינת טוליטולי אסף ספרים קטנים. Aus הנקרא, cui cognomen est, geht deutlich hervor, dass בלעם nicht den Vater unseres Autors bezeichnet, was schon auch daher unwahrscheinlich ist, weil ein Jude schwerlich den Namen des Erzfeindes Israels, den der Talmud als רשע xar i£o%rjv und Typus eines Volksverführers ansieht (vgl. z. B. Aboth V, 19 und Sanhedrin 105a ff.), geführt hätte, während es im Talmud (Jömä 88 b) in Anlehnung an Prov. X, 7 förmlich verboten wird, nach einem רשע benannt zu werden: בן בלעם — .ושם רשעים ירקב: רקבובית תעלה בשמותן דלא מסקינן בשמייהו ist daher als arabischer Familienname, wie Ibn G-anäch, Ibn Grikatilla u. a., zu nehmen. Vergl. Fürst, Literaturbl. d. Orients, VII, S. 451 (und das. die lehrreiche Notiz Fleischers); Lebrecht und Biesenthal,B. Davidis Kimchii Badicum Liber p. IX; Michael, Or-ha-Chajim S. 446. —׳Fürst (ibid.) macht mit Recht darauf auf-

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