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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 6

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 6 (sequence 9)
Language
German
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6 (um die Mitte des 11. Jahrhunderts) wurden seine grossen Verdienste allgemein anerkannt10) und seine Werke zum Ausgangspunkt, ja fast zum Canon aller Forschungen auf dem Gebiete der hebräischen Sprachwissenschaft gemacht. Sein grammatisches System galt nun im allgemeinen für abgeschlossen; doch fehlte es auch nicht während der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts an Sprachgelehrten, welche im Anschluss an die von Abulwalid gewonnenen Resultate eine mehr oder weniger auf Originalität Anspruch machende schriftstellerische Thätigkeit entfalteten. Diese bestand entweder in grammatischen (oder lexicalischen) Monographien und Compendien, welche in manchen Einzelheiten die Ansichten Abulwalids ergänzten oder berichtigten, oder in directen und fortlaufenden Oommentaren zur heiligen Schrift, beziehungsweise zu einzelnen Büchern derselben, welche einerseits an die noch immer bedeutsamen exegetischen Leistungen Saadjas anknüpften, andererseits aber die inzwischen errungenen philologischen Fortschritte zu voller Geltung brachten. Von den meisten, durchweg arabisch geschriebenen grammatischen und exegetischen Werken jener, wie der vorhergehenden Zeit sind uns leider nur wenige Ueberreste erhalten, weil sie von den späteren populärer geschriebenen hebräischen Werken des Abraham Ibn Esra und der Kimchiden gänzlich verdrängt wurden. Selbst die Namen mancher bedeutenden Sprachgelehrten der gedachten Epoche wären vielleicht vollständig der Vergessenheit anheimgefallen, hätte nicht Ibn Esra mit wahrer Pietät dafür Sorge getragen, dieselben in seinem an die Spitze seines ״Sefer Mösnajim“ gesetzten, für die Geschichte der hebräischen Grammatik und Lexicographie wertvollen Verzeichnisse zu verewigen11). Wir vermögen daher von den 10) S. Bacher, a. a. 0. S. 47. ״) S. Dukes, a. a. 0. S. 2 ff.; Bacher, Abr. I. E. als Grammatiker, S. 173 f.

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