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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1892-01-01 · 1 (1892) · p. Seite 163

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
19 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 163 (sequence 165)
Language
German
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163 ist dasjenige dem Menschen zukommende Vermögen, durch welches er begreift, nachdenkt, Kenntnisse erwirbt und zwischen verwerflichen und geziemenden Handlungen unterscheidet. Von diesen Thätigkeiten, in denen sich das rationelle Vermögen oder die Denkkraft äussert, sind die einen praktische, die andern speculative oder theoretische. Die speculative oder theoretische Thätigkeit ist diejenige, durch welche der Mensch die der Veränderung nicht unterworfenen Dinge, so wie sie wirklich sind, erkennt, oder kurz: diejenige geistige Thätigkeit, welche sich auf das bezieht, was ist. Das Ergebniss dieser Thätigkeit sind die Wissenschäften. Die praktische Thätigkeit des rationellen Vermögens hingegen bezieht sich theils auf die menschlichen Bestrebungen und Handlungen und gehört dem Gebiete des Ethischen im weiteren Sinne, theils auf das Schaffen und Hervorbringen menschlicher Werke und gehört dann zur Kunst, oder kurz: die praktische Thätigkeit des rationellen Vermögens ist diejenige, welche sich auf das bezieht, was sein soll. Das rationelle Vermögen, von dem die genannten Thätigkeiten ausgehen, ist aber ursprünglich eine blosse Anlage40), es gleicht einer Tafel, auf welcher der Wirklichkeit nach nichts Geschriebenes vorhanden ist, und heisst bei Maimonides השכל החיולאני auch שכל בכח d. h. hylische Vernunft oder Vernunft der Möglichkeit nach (More 1, 68). Erst durch das selbstthätige, geistige Streben des Menschen, durch Forschen und Nachdenken wird das rationelle Vermögen, das vor dieser geistigen Thätigkeit als blosse Anlage, als hylische Vernunft existirte, zu etwas כי הנשמות הנשארות אחי המות אינה :40) Im Morel,70 heisst es הנשמה ההוה באדם בשיתהוה, שזאת ההוד! בעת התהוותו היא כה ההכנה בלבד; .והדבר הנברי* אחר המות הוא הדבר המגיע בפע^

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