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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1892-01-01 · 1 (1892) · p. Seite 160

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
19 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 160 (sequence 162)
Language
German
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160 Satzungen nur für diejenigen, denen es an besserer Einsicht mangelt, sind aber in der That unter den ״Gesetzen“ enthalten und hören in demMaasse auf ״Satzungen“ zu sein, je tiefer man in die Zwecke der göttlichen Lehre eindringt und an Einsicht gewinnt. Diese von Maimonides getroffene Eintheilung in ״Gesetze“ und ״Satzungen“ beruht also blos auf einem subjektiven und nicht objektiven Eintheilungsgründe. Denn was dem Ungebildeten eine unerklärbare ״Satzung“ heisst, das kann dem Gebildeten ein wohlbegründetes ״Gesetz“ sein. Dementsprechend erklärt Maimonides den Yers: ״Denn es ist nicht ein leeres Wort für euch“ (Deut. 32, 47) durch eine Ellipse folgendermaassen: ״ כי לא דבר רק הוא, ואם רק הוא. מכסdenn es ist nicht ein leeres Wort, findet ihr es aber als ein solches, so scheint es euch nur so.“36a Das heisst: die offenbarten Gesetze sind nicht eine leere Sache, welche keinen nützlichen Zweck haben; erscheint euch aber eines derselben als ein solches, so rührt dieses nur von dem Mangel eurer Einsicht her.36) Wiewohl die Zweckmässigkeit des Gesetzes nun einmal erwiesen ist, so soll man, sagt Maimonides, dennoch in der Erforschung der Zwecke, die jedes einzelne Gebot hat, nicht zu weit gehen. Wohl hat jede Verordnung im Allgemeinen einen nothwendigen Zweck und ist um eines gewissen Nutzens willen geboten, aber rücksichtlich ihrer näheren Bestimmungen über die Ausführung derselben, kann dies nicht behauptet werden. Denn letztere, die Einzelheiten eines jeden Gebotes nämlich, haben an sich zumeist die Natur des Möglichen, bei welchem bekanntlich eine der Möglichkeiten eintreten muss. Dies wird an der Hand אשר הפקד אותו. על כן אמד המלך דוד עליו השלום "פקודי ה׳ ישרים משמחי לב" ואלה היו ידועות בשקול הדעת. לפני תת התורה ביד משה. Nachmanides nahm wie Maim. die Eintheilung in הקים und משפטים an (Lev. 19 19). 85a) Dieselbe Auslegung dieses Verses kommt bereits in Sifrd Deut. Piska 48 (ed. Friedm. S. 84 b); jer. Pea I, 1; Gen. rab. sect. 1, und 22 vor. 86) More III. 26.

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