Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 19 (1892)
- Issue
- 1 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 161)
- Language
- German
- Belongs to
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159 achte, wie dies bei Salomon bezüglich zweier Verordnungen, deren Zweck ausdrücklich angegeben ist, der Fall war.33) Es haben also nach diesen angeführten Stellen alle Verordnungen ihre Gründe, d. h. jedes Ge- und Verbot hat einen nützlichen Zweck, der bei einigen uns bekannt ist, wie beim Verbot des Mordens und Stehlens, bei anderen uns nicht so bekannt ist, wie z. ß. beim Verbot, die Baumfrüchte in den ersten drei Jahren zu gemessen und beim Verbot, den Weinberg mit vermischten Saatkörnern zu besäen. Erstere Art von Verordnungen, diejenigen nämlich, deren Nutzen dem gemeinen Manne einleuchtet, nennt M. nach dem Vorgänge des Talmud34) Gesetze (משפטים), diejenigen aber, deren Nutzen dem gemeinen Manne nicht einleuchtend ist, Satzungen (35.(חקים) Letztere also heissen 38) Sanhedrin 21b: »ואמר ך׳ יצחק מפני מה לא נתגלו טעמי תודה? שהר שתי מקראות נתגלה טעמן נבשל בהן גדול העולם. 84) Die betr. Stelle aus Joma 67 b ist obeninAnm. 27 angeführt. 35) Diese Eintheilung finden wir auch im 6. seiner acht einleitenden Kapitel zum Tractat Aboth, aber mit dem Unterschiede, dass er daselbst für משפטים den Ausdruck מצות gebraucnt. Diese מצות entsprechen, wie er da auseinandersetzt, der sittlichen Natur des Menschen und sind eigentlich für jeden Tugendhaften zugleich Gebote seines eigenen Inneren und von denen es im Talmud, Joma 67b, mit Recht heisst: »Wenn sie nicht bereits vorgeschrieben wären, so würde es sich gebühren, dass man sie vorschriebe. Saadias (Emunoth we-Deoth III, 2 und im Anf. v. 3.) nennt sie dagegen Vernunftgebote (מצות שכליות), was aber Maim. (am a. 0.)ל der die vom Talmud, Joma 67 b, gewählten Ausdrücke lieber sanctionirt, nicht billigen kann und bei welcher Gelegenheit er dem Saadias zum Vorwürfe macht, er leide an der Krankheit der Mutakallimuu. Was von M. משפטים oder מצות und von Saadias מצות שכליות genannt wird, nennt Ibn Esra (JesodMoraV) פקודים nach Ps. 19,9. Er versteht aber unter פקודים nicht »Gesetze«, sondern »Aufbewahrtes, Anverfcrautes«, wie פקדון, die sittlichen Triebe also, die Gott in unser Herz pflanzte, und die er uns wie ein theueres Kleinod gleichsam zum Aufbewahren anvertraute. Zur besseren Orientirung führe ich diese Stelle selbst an:;המצות שהם עקרים שאינם תלויות במקום או בזמן; או בדבר אחר; הנטועות בלב; הם פקודים; כמו פקדון שהוא נתן ביד